Seite:Liederbuch des Gau 19 Rostock des Deutschen Radfahrer-Bundes 1900.pdf/12

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Nr. 7. Ach, was sind doch das für Zeiten.
Mel.: Als die Römer frech geworden etc.

1. Ach, was sind das doch für Zeiten, sim serim sim sim sim sim, – Daß viel Menschen fröhlich reiten, sim serim sim sim sim sim, – Auf dem Tretrad durch die Welt terätä tätäterä – Wie es ihnen wohlgefällt wau wau wau wau wau – Ohne Peitsch und Sporen. Schnäderengtäng, schnäderengtäng, schnäderengtäng, derengtängtäng.

2. An den Dampfschiffslandebrücken – Brauchen sie sich nicht zu drücken, – Und auf keiner Eisenbahn – Geht Sie das Gedrängel an, – Brauchen kein Billetchen.

3. Und nun, hast du nicht gesehen, – Kind und Kegel bleiben stehen, – Wenn das Rad vorüber saust, – Bauer starrt es an und graust; – Gott, wend’ ab den Teufel.

4. Doch auch manchmal ist’s nicht heiter – Dem Velocipedenreiter. – Durch ein Hinderniß, o Schreck, – Fliegt er manchmal in den Dreck, – Mit zerrißner Hose.

5. Manchem ist’s schon so ergangen, – Blieb er irgend wo mal hangen, – Oder rennt mit Schuh und Strumpf – Jählings gar in einen Sumpf, – Gnade dann dem Reiter.

6. Doch das soll uns nicht entwöhnen, – Unserm schönen Sport zu fröhnen. – Wir durchqueren froh die Welt – Wann und wie es uns gefällt, – Hoch das „Tretrad“ lebe. –

Velociped-Club Bochum.     
Nr. 8. Willkommen, werthe Gäste!
Mel.: Deutschland, Deutschland über Alles.

1. Seid willkommen werthe Gäste, seid gegrüßt mit Herz und Hand! – Gott zum Gruß, Ihr Radler alle, die umschlingt ein Freundschaftsband. – Laßt des heut’gen Tages Stunden uns allein der Freude weih’n – :,: Laßt in Eintracht und in Liebe uns zum Feste fröhlich sein. :,:

2. Bei der Lieder frohem Schalle hebet sich so leicht die Brust, – Und im trauten Freundeskreise schwillt das Herz in froher Lust; – Darum lasset uns genießen würdig jeden Augenblick, – :,: Auf, Ihr Radler! Jede Stunde förd’re wahrer Freundschaft Glück. :,:

3. Hier, wo klingen deutsche Weisen, Freud’ und Lust aus Augen schau’n, – Wo nur Freundschaft, deutsche Treue, da kann froh man Hütten bau’n. – Hier in trauter Freunde Runde, wo der Gerstensaft uns winkt. – :,: Wollen scherzen wir und lachen bis die Morgensonne blinkt. :,: