Seite:Liederbuch des Gau 19 Rostock des Deutschen Radfahrer-Bundes 1900.pdf/19

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2. Schnell ist es ja hergericht't, vieler Müh bedarf es nicht, – Eh' man sich's noch recht gedacht, ist's in Ordnung schon gebracht.

3. Zieht die Kopfschraub sachte an, daß der Rück nicht wackeln kann, – Oelt den Schlitten tüchtig ein, daß die Feder gleite fein.

4. Jetzt den Sattel aufgeschnallt, gebt ihm auch den rechten Halt, – Bringt ihn nur recht vorne an, weil man dann leicht treten kann.

5. Die Pedale recht geschmiert, auch das Hinterrad probirt, – Ob es fünf Minuten läuft, und auch nirgends wieder streift.

6. Ziehet auch die Conus an, damit ja nichts schlappen kann, – Steckt den Schraubenschlüssel ein, und die Schmierbüchs obendrein!

7. Schraubet auch die Glocke an, daß sie auch nicht brechen kann. – Und selbst dann noch feste hält, wenn man vorne überfällt!

8. Zu der Reise in der Nacht, die Laterne angebracht, – Säubert auch den Docht recht gut, auf daß er nicht riechen thut!

9. Hirschtalg auch vergesset nicht, oder wenn's daran gebricht, – Steckt euch etwas Goldcreme ein, das soll auch famose sein!

10. Habt ihr alles dies vollbracht, dann ihr Wagen gute Nacht, – Denn selbst mit dem Dreigespann, fahr'n wir um die Wette dann!

11. Lustig über Stock und Stein geht es in die Welt hinein, – Manchem zwar passiert oft viel, doch am Schluß kommt er an's Ziel.

12. So gellt’s auch mit diesem Sang, enden soll's mit gutem Klang. – Rufet dreimal laut und hell: Dreimal hoch das Bicycel!

Bicycle-Klub Frankfurt a. M.     
H. Collin.     
Nr. 20. Bicyclist’s Touren-Lied.
Mel.: Wohlauf, Kameraden, auf's Pferd, auf's Pferd.

1. Wacht auf! Ihr Freunde, der Tag bricht an, macht euch fertig zum fröhlichen Streite, – Wir wollen uns tummeln auf freier Bahn, hinaus aus der Stadt, in die Weite! – :,: In den Sattel hinein und vorwärts in Eil', gut weg, gut Fahrt, Kameraden, All Heil! :,:

2. Die Sonne glänzet am Himmelszelt, es strahlet so goldig der Morgen, – Wie bist du so herrlich, du weite Welt, drum hinaus, laßt fahren die Sorgen! – :,: Fest spannt sich die Muskel, hoch schwillt die Brust, o du freie, göttliche Wanderlust!