Seite:Liederbuch des Gau 19 Rostock des Deutschen Radfahrer-Bundes 1900.pdf/24

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Nr. 27. Bibamus.
Mel.: Hier sind wir versammelt zu fröhlichem Thun.

1. Hier sind wir versammelt zu fröhlichem Thun, d’rum auf, Kameraden: bibamus. – Die Räder, die stählernen, blitzenden, ruh'n, d'rum auf, Kameraden: bibamus – was nützt es, wenn ihr ohne Unterlaß fahrt und dabei den edlen, den Gerstensaft spart? – Zur Freude, wenn Sport und Humor gut sich paart! D'rum auf, Kameraden: bibamus.

2. Der Schuster und Leisten, sie beide vergeh'n, d'rum auf, Kameraden: bibamus. – So wird's auch dein Rad und dem Fahrer gescheh'n, d'rum auf, Kameraden: bibamus. – Ob ruhig du fährst, ob in saufendem Braus, es kommt ja doch alles auf Eins nur hinaus. – Uns alle erwartet das bretterne Haus: d'rum auf, Kameraden: bibamus.

3. Und ist hier am Tische ein Glas jetzt noch leer, Wohlauf Kameraden: bibamus. – So birgt noch der Keller des Gerstensaft's mehr, wohlauf, Kameraden: bibamus. – Auf, füllet die Gläser und hebt sie empor, es lebe der Sport und der heit're Humor. – Es lebe, wer sie sich zu Freunden erkor, drauf, Kameraden: „bibamus“.

Verfasser unbekannt.     
Nr. 28. Willkommengruss.
Mel.: Ich bin ein Preuße.

1. Seid froh begrüßt nach echter Radler Weise, – Die ihr zum schönen Feste heut vereint; – Der Freude Gott regiere rings im Kreise, – Bis daß der Morgensonne Strahl erscheint. – Lass uns die Becher heben, – Voll edlen Saft's der Reben, – Und leert bis auf den Grund sie alleweil – Laut schalle unser Loosungswort: „All Heil!“

2. Der erste Gruß dem theuren Vaterlande – Du deutscher Eichen schöner starker Wald! – Vom fernen, sturmgepeitschten Ostseestrande – Bis zu den Alpen unser Ruf erschallt: – Dir Hohenzollern-Sohne – Auf deutschem Kaiser-Throne – Durch den uns Macht und Stärke wird zu Theil – Voll Liebe jubeln wir dir zu: „All Heil!“

3. Wo edler Frauen Liebreiz wir erschauen – Und gold'ner Rheinwein uns im Becher glüht, – Wo mark'ge Lieder tönen durch die Gauen, – Dahin mich meine ganze Seele zieht! – In Stürmen und Gefahren – Woll'n wir das Nächste wahren, – Nicht um die ganze Welt ist es uns feil: – Den deutschen Frauen, deutschem Sang: „All Heil!“

4. Schön ist die Kunst und männlich, die wir üben, – Sie giebt uns Frohsinn, Jugendmuth und Kraft; – Drum wollen treu ihr bleiben und sie lieben – Wir alle als des