Seite:Liederbuch des Gau 19 Rostock des Deutschen Radfahrer-Bundes 1900.pdf/27

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal korrekturgelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.

Odenwald durchstreift, – :,: Wenn im Lenz die Knospen springen, wenn im Herbst die Traube reift. :,:

3. Nach des Rheines schönem Strande zieht der Radler wohlgemuth, – wo die Sonn’ am Bergesrande zeitigt hessisch Traubenblut. – Hei! wie perlt der Wein im Becher! Flüss'gen Goldes Feuerpracht – :,: Stählt die Glieder jedem Zecher, den Goldes Feuerkraft – der Sonne Strahl erschlafft.

4. Lobend preis ich Hessens Frauen, die von edlem, deutschen Blut, – Hold und lieblich anzuschauen, jedem echten Radler gut. – Drum in Deutschlands Gauen allen hoch vom Fels zum Meeresstrand, – :,: Will mir's nirgends so gefallen, als im trauten Hessenland. :,:

5. Laßt von Herzen euch begrüßen, Radler ihr, aus Nah und Fern! – Kommt, um mit uns zu genießen, was euch hier geboten gern. – Laßt ein volles Glas uns weihen unserm Hessen alleweil, – Auf sein Blühen und Gedeihen unserm schönen Sport zum Heil!

Darmstädter Bicycle-Club.     
Nr. 33.
Mel.: Mein Lebenslauf ist Lieb und Lust.

1. Als einst der Herr den Radler schuf, that er es mit Bedacht. – Er dachte lange hin und her, dann sagt er „Gebet acht! – Jetzt will ich noch ein Meisterstück verfert'gen für die Welt, – An dem ihr alle Freude habt, das allen wohlgefällt.”

2. Und alsobald ging frisch ans Werk der Herr voll Schaffenslust – Und senkte Lieb und Sportesfreud' tief in des Radlers Brust, – Drauf schuf er Schenkel fest wie Erz und Muskeln zäh wie Stahl, – Auf daß ihm nie die Kraft erschlafft zu treten das Pedal.

3. Und schmunzelnd sah der Herr darauf sich nun sein Jüngstes an, – Rief wohlgelaunt: „All Heil, All Heil! Du schmucker Radlersmann! – Nicht habe ich aus dürrem Sand geknetet dein Gebein, – Ich mengte Muth und Lebenskraft und froh Gemüth hinein.

4. So radle denn durchs deutsche Land, freu' dich der schönen Welt, – Halt' Treu' dem Freund in jeder Noth, der sich dir zugesellt, – Sei froh in froher Zecherkreis und frei ertön' dein Lied, – Und werbe für den Radfahrsport mit fröhlichem Gemüth!

Fr. E, Marburg.     
Nr. 34. Deutsches Radler-Lied.
Mel: Strömt herbei ihr Völkerschaaren.

1. Hebet an mit Jubelschalle unsres Sportes Hochgesang! – Stimmet ein, ihr Fahrer alle, klingt darein mit Gläser-