Seite:Liederbuch des Gau 19 Rostock des Deutschen Radfahrer-Bundes 1900.pdf/49

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4. Doch letztes allerhöchstes Gut erkenn' ich in dem Bande – Das fest umschlingt die Fahrer all, die Lieb' zum Vaterlande! – Denn nennet einen Einz'gen mir, der es so kennen lernt wie wir! – Recht lieben lernen wir's allein, drum stimmet alle mit mir ein: – Nur wer etc.

Bicycle-Klub Germania, Hannover.     
Nr. 70.
Mel.: Wer will unter die Soldaten.

1. Wer will auf der Rennbahn siegen, :,: der muß sein in guter Form :,: – Denn sonst wird er unterliegen und blamirt sich ganz enorm. – :,: Drum recht wacker nur trainiren und nicht allzuviel poussiren. – Beefsteak aber frei vom Fette und nachher hübsch früh zu Bette. – Steh' dann morgens fünf Uhr auf und beginn' den Trainigslauf. :,:

2. Wähl' als Starter zum ablassen dir 'nen treuen Kamerad. – Die Maschine muß er fassen und giebt dann 'nen Schub dem Rad. – Schon' zuerst nur deine Kräfte, das ist Kunstgriff beim Geschäfte, – Doch mitunter mußt du führen, würdest sonst dich nur blamiren, – Doch sei nicht solch dummer Thor und schieß gar' zu ofte vor.

3. Läutet man zur letzten Runde, dann bleib' ja recht dichte auf, – Es entscheidet die Sekunde und der letzte Kurvenlauf. – Kommt nun die Gewinnerseite, dann paß auf, sonst machst du Pleite, – Leg' zum Spurt dich nun vornüber, und beim ersten schieß vorüber, – Es schreit alles dann All Heil! und der Sieg wird dir zu theil.

Bicycle-Klub Germania, Hannover.     
Nr. 71. Was ich liebe.
Mel: Deulschland, Deutschland über alles.

1. Was ich liebe auf der Erde, laßt mich rühmen froh und laut, – Was ich ewig rühmen werde ist die schmucke Eisenkraut, – Ist mein Stahlroß, das ergeben fromm und treu mir allezeit, – Darum sei in meinem Leben Lieb' und Treu ihm auch geweiht.

2. Was ich liebe auf der Erde, was zum wandern mich beseelt, – Was ich ewig lieben werde ist die weite Gotteswelt. – Auf dem Rade sie durcheilen, schauen sie in holder Pracht. – Diese Lust mit Freunden theilen mich so reich, so glücklich macht.

3. Was ich liebe auf der Erde in Gefahr und Sturm und Graus, – Was ich eifrig lieben werde, ist das theure Vaterhaus. – Wenn mir Vöglein Grüße bringen in die Ferne, wo ich bin: – Auf des Rades kühnen Schwingen flieg ich nach der Heimath hin.