Seite:Liederbuch des Gau 19 Rostock des Deutschen Radfahrer-Bundes 1900.pdf/51

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2. Gott Bacchus wie Gambrinus ehrte, bekanntlich stets ein volles Glas, – Der eine auf dem Thron es lehrte, der andre tranks auf seinem Faß. – Auf dem Gefährt der Bicyclist gleich Bacchus, gleich Grambrinus ist! – Die alten Deutschen etc.

3. Laßt Bacchus und Gambrinus loben, doch auch den Vätern heut' ein Wort, – Sie schauen wohl gewiss von oben voll Stolz auf unsern deutschen Sport! – Sie trinken wohl zu seiner Ehr mit einem Zug 'ne Tonne leer! – Die alten Deutschen etc.

4. Wenn heute Tacitus noch lebte, und die „Germania“ heute schrieb, – Er sicher freudevoll erbebte, daß alles noch beim Alten blieb. – Und säh' er uns, er schrieb hinein in seinem markigen Latein: – Die jungen Deutschen trinken noch eins, sie wohnen am Ufer des Rheins, – Sie trampeln auf denr Zweirad herum, und trinken immer noch eins!

Berliner Bicycle-Klub „Germania“.     
Oskar Birkholz.     
Nr. 74. Radfahrer-Treue.
Mel.: Stimmt an mit Hellem, hohen Klang.

1. So lang mir Gott noch Kraft verleiht, mein Doppelrad zu treiben, – :,: Will ich mit ganzem Herzen auch dem Sport ergeben bleiben. :,:

2. Mein blankes Rad aus Stahl gebaut, hat Treue mir geschworen, – :,: Drum hab' ich es für immerdar zur Liebsten auserkoren. :,:

3. Und wenn die Sonne sich erhebt mit ihrem Strahlenkränze, – :,: Dann blitzt mein Rad so froh mich an und ladet mich zum Tanze. :,:

4. Der Tanzsaal ist die weite Welt, drin wir uns fröhlich drehen, – :,: Und sieht uns eine holde Maid, dann ist's um sie geschehen. :,:

5. Dann weint sie sich die Augen roth, möcht' liebend mich umfassen – Jedoch mein schmuckes Eisenlieb werd' nimmer ich verlassen. :,:

6. Ich werfe mich in seinen Schoß, laß' mich von dannen treiben – Und will, so lang mich Gott erhält, dem Sport ergeben bleiben. :,:

Radf.-Verein „Sport“, Berlin.     
K. Hedrich.     
Nr. 75. Dem schneidigen Fahren.
Mel.: Wir winden dir den Jungfernkranz.

1. Früh morgens, eh' die Sonne scheint, besteigen wir die Räder, – Stumm geht es fort, wie schön die Welt, fühlt froh von uns ein jeder. – Frisch auf, frisch auf! Schnell wie der Pfeil. All Heil, all Heil! :,: