Seite:Liederbuch des Gau 19 Rostock des Deutschen Radfahrer-Bundes 1900.pdf/85

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9. Ewig also soll ich leben! Ewig denn, beim Gott der Reben! – Ewig soll mich Lieb' und Wein, ewig Wein und Lieb' erfreu'n!

G. E. Lessing.     
141.

1. Grad aus dem Wirthshaus nun komm' ich heraus! Straße, wie wunderlich siehst du mir aus; – Rechter Hand, linker Hand, beides vertauscht, Straße, ich merk' es wohl, du bist berauscht. – La la la la la, la la la la la la. :,:

2. Was für ein schief' Gesicht, Mond, machst denn du! Ein Auge hat er auf, eins hat er zu! – Du wirst betrunken sein, das seh' ich hell; schäme dich, schäme dich, alter Gesell!

3. Und die Laternen erst – was muß ich seh'n! – die können alle nicht grade mehr steh'n, – Wackeln und fackeln die Kreuz und die Quer, scheinen betrunken mir allesammt schwer.

4. Alles im Sturme rings. Großes und Klein; wag' ich darunter mich, nüchtern allein? – Das scheint bedenklich mir, ein Wagestück! Da geh' ich lieber in's Wirthshaus zurück.

v. Mühler.     
142.

1. Heil dir im Siegerkranz, Herrscher des Vaterlands! Heil, Kaiser, dir! – Fühl' in des Thrones Glanz die hohe Wonne ganz: Liebling des Volks zu sein! Heil, Kaiser, dir!

2. Nicht Ross' und Reisige sichern die steile Höh', wo Fürsten steh'n: – Liebe des Vaterlands, Liebe des freien Manns gründet den Herrscherthron wie Fels im Meer.

3. Heilige Flamme glüh', glüh' und erlösche nie für's Vaterland! – Wir alle stehen dann muthig für einen Mann, kämpfen und bluten gern für Thron und Reich!

4. Handlung und Wissenschaft hebe mit Muth und Kraft ihr Haupt empor! – Krieger- und Heldenthat finde ihr Lorbeerblatt treu aufgehoben dort an deinem Thron!

5. Sei, Kaiser Wilhelm, hier lang' deines Volkes Zier, der Menschheit Stolz! – Fühl' in des Thrones Glanz die hohe Wonne ganz: Liebling des Volks zu sein! Heil, Kaiser, Dir!

Nach Heinr. Harries.     
143.

1. Hier sind wir versammelt zu löblichem Thun, drum Brüderchen: ergo bibamus! – Die Gläser, sie klingen, Gespräche, sie ruh'n; beherziget: ergo bibamus! – Das heißt noch ein altes, ein tüchtiges Wort, und paffet zum ersten und paffet so fort, – Und schallet, ein Echo, vom festlichen Ort, :,: ein herrliches: ergo bibamus! :,:

2. Mich ruft das Geschick von den Freunden hinweg: ihr Redlichen, ergo bibamus! – Ich scheide von ihnen mit