Seite:Liederbuch des Gau 19 Rostock des Deutschen Radfahrer-Bundes 1900.pdf/94

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2. Wie du weinst, wie du weinst, daß i wandere muß, wie wenn d' Lieb' jetzt wär' vorbei; – Sind au draus der Mädele viel, lieber Schatz, i bleib' dir treu. – Denk' du net, wenn i ein Andere seh', no sei mein' Lieb' vorbei; – Sind an draus etc.

3. Uebers Jahr, übers Jahr, wenn nie Träubele schneid't, stell' i hier mi wied'rum ein, – Bin i dann dein Schätzele noch, so soll die Hochzeit sein. – Uebers Jahr, da ist mein' Zeit vorbei, da g'hör i mein un dein. — Bin i dann etc.

Strophe 2 und 3 von Wagner.     
163.

1. Nun leb' wohl, du kleine Gasse, nun ade, du stilles Dach! – Vater, Mutter sah'n mir traurig :,: und die Liebste sah mir nach. :,:

2. Hier in weiter, weiter Ferne, wie's mich nach der Heimath zieht! – Lustig singen die Gesellen; doch es ist ein falsches Lied.

3. Andre Städtchen kommen freilich, andre Mädchen zu Gesicht; – Ach, wohl sind es andre Mädchen, doch die Eine ist es nicht.

4. Andre Städtchen, andre Mädchen, ich da mitten drin so stumm! – Andre Mädchen, andre Städtchen, o wie gerne kehrt' ich um!

Albert Graf Schlippenbach.     
164.

1. O Tannenbaum, o Tannenbaum, wie treu sind deine Blätter! – Du grünst nicht nur zur Sommerzeit, nein, auch im Winter, wenn es schneit. – O Tannenbaum, o Tannenbaum, wie treu sind deine Blätter!

2. O Mägdelein, a Mägdelein, wie falsch ist dein Gemüthe! – Du schwurst mir Treu' in meinem Glück, nun arm ich bin, gehst du zurück. – O Mägdelein, o Mägdelein, wie falsch ist dein Gemüthe!

3. Die Nachtigall, die Nachtigall nahmst du dir zum Exempel! – Sie bleibt so lang' der Sommer lacht, im Herbst sie sich von dannen macht. – Die Nachtigall, die Nachtigall nahmst du dir zum Exempel!

4. Der Bach im Thal, der Bach im Thal ist deiner Falschheit Spiegel! – Er strömt allein, wenn Regen fließt, bei Dürr' er bald den Quell verschließt. – Der Bach im Thal, der Bach im Thal ist deiner Falschheit Spiegel!

165.

1. Sah ein Knab' ein Röslein steh'n, Röslein auf der Heiden, – War so jung und morgenschön! Lief er schnell, es nah' zu seh'n, sah s mit vielen Freuden. – Röslein, Röslein, Röslein roth, Röslein auf der Heiden!