Seite:Loehr Buch der Maehrchen 2.pdf/477

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und zu jammern, daß sie nicht einmal träumen dürfe, und wäre doch nicht ihre Schuld. – „Nun, gib dich nur zufrieden, sagte er; es ist auch was dummes mit deinem Träumen; – was wars denn nur wieder? „Ich fuhr über ein Waßer, und der Fährmann klagte mir, daß Niemand käme ihn abzulösen, und als der Nachen ans Land kam, stieß er so heftig an, daß ich fürchtete ins Waßer zu fallen, da hielt ich mich an den Pfahl, an welchen die Kette des Nachens gelegt wird; das ist deine Nase gewesen.“

„Ei, über den Dummhanns von Fischer; kann er denn nicht den Nächsten, welcher überfahren will, anhalten und ihm das Ruder geben? Dann ist er ja abgelöst. Aber nun weck mich nicht wieder, sondern laß mich noch die Paar Stündchen bis gegen den Morgen hin schlummern, sonst wird es nicht gut.“

Der Holzhacker kroch, als Popanzmännchen wieder tüchtig schnarchte, unter dem Bette hervor, gab der Frau stillschweigend die Hand, drückte sie ihr, machte viele Verneigungen und begab sich fort.

Als er zum Fischer kam, wollte derselbe Bescheid haben. Er aber ließ sich klüglich erst herüberfahren, dann sagte er ihm, wie es anzufangen sei. Als er zu dem Mann kam, der den unfruchtbaren Feigenbaum hatte, sagte er ihm: „Tödte nur die weiße Maus, die an den Wurzeln des Baums nagt, so wird er wieder frisch und tragbar.“ Der Mann fragte, was er ihm zur Belohnung geben sollte, da forderte er ein Regiment Infanterie, welches flugs da war und hinter ihm drein marschirte. Als er darauf in die Stadt kam, wo der leere Brunnen war, und, nachdem man den weißen Stein weggenommen hatte, sogleich voll des klarsten Waßers wurde, wollte man ihn auch belohnen. Er forderte ein Regiment Cavallerie, welches auch im Augenblicke hinter ihm drein marschirte.