Seite:Loehr Buch der Maehrchen 2.pdf/478

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Als er nun weiter in die Stadt kam, wo die Prinzeßin krank lag und gleich wieder gesund worden war, sobald man die Unke weggenommen hatte und der König ihn fragte, womit er belohnt sein wollte, forderte er vier Wagen mit Gold. Die bekam er gleich, und so viel Pferde dazu, als nöthig waren das Gold fortzuziehen.

Endlich kam er wieder in seine Heimath. Seine Soldaten und seine Goldwagen ließ er vor der Stadt, er selbst aber nahm die drei Goldhaare und brachte sie dem König, und forderte nun die Prinzeßin.

Da sagte der König: „Mit den Goldhaaren hat es seine Richtigkeit, und meine Tochter sollst du haben, aber eine Morgengabe solltest du ihr billig bringen.“ Da ließ er seine Soldaten und seine Goldwagen kommen. Die waren Beide dem Könige sehr willkommen und er gab ihm sein Kind desto lieber, und alle Welt war vergnügt.




35. Der Eisenofen.

Eine alte böse Zauberhexe hatte einen liebenswürdigen und reichen Jüngling verwünscht, aber warum? das weiß ich nicht, ich denke aber darum, weil die Bösen das Böse nicht mehr laßen können, wenns ihnen auch nichts hilft, sondern wenn es Andern nur schadet.

Sie hatte den Jüngling verwünscht, daß er in einem großen Walde in einem Eisenofen sitzen sollte, und er mußte lange Jahre