Seite:Loehr Buch der Maehrchen 2.pdf/69

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„Mir ist so fatal im Magen; das macht ich bin so dumm gewesen und habe den Ring der Königin in Gedanken mit verschluckt, den das faule Kammermensch mit ausgekehrt hat. Es drückt mich recht sehr!“

Es ist doch gut, wenn man Etwas versteht, dachte der Jüngling, und bat den Leibkoch des Königs die Ente zu schlachten, und weil sie ihn alle recht lieb hatten, so that es der Koch auch, fand den Ring und trug ihn dem Könige hin, der darüber sehr froh war, denn er hatte den Jüngling auch lieb.

Der König ließ den Jüngling kommen und sagte: „fordere von mir, was du gern hättest, Gold oder hohen Rang, ich will dirs gerne geben!“

Da forderte er seinen ehrlichen Abschied, und als der König ihn fragte, weshalb? sagte er:

„Herr König, ich habe nichts als meine Ehre. Die hab ich so gut als mancher Königssohn, und vielleicht wohl zuweilen noch beßer, und wo die so leicht gekränkt werden darf, da mag ich nicht bleiben!“

„Aber willst du denn gar nichts von mir haben?“ fragte der König. Da bat er sich denn, um seinen Herrn nicht zu betrüben, ein schönes Pferd aus, und als er das hatte empfangen, zog er von dannen.

Am andern Morgen kam er an einen Teich. Da waren drei Fische im Schilfrohr und konnten nicht wieder ins Waßer und ächzten: „Hier müßen wir umkommen.“ Da stieg er vom Pferde und brachte sie ins Waßer. Sie aber sagten: „Wir wollen dir das im besten gedenken!“

Er eilt weiter und hörte wie ein Ameisenkönig zu den Leuten in seinem Haufen sagte: „Da kommt das große Thier, das Pferd