Seite:Loehr Buch der Maehrchen 2.pdf/84

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der Laufer, was er da oben vorhätte? „Da hüt ich meine Heerde, sagte Hans mein Igel. Hierauf sagte der Laufer; sie wären in den Wald wohl hineingekommen, nämlich Er selbst und sein alter König, aber sie wüßten nicht wieder heraus, und fragte, ob er den Weg nicht wiße?

Hans mein Igel kam herab, ließ sich wieder verschreiben, was dem Könige zuerst zu Hause entgegen kommen würde, ritt dann auf dem Göckelhahn voraus und führt ihn den Weg.

Als er nicht weit mehr vom Hause war, sah ihn seine Tochter, die lief ihm entgegen und umhalste und küßte ihn, und konnte sich nicht satt freuen, und fragte ihn, wo er so viele Jahre in der Welt gewesen sei? Da erzählte ihr der Vater Alles, und das auch, daß er sie an ein klein häßlich Ding von Hahn und Igel habe verschreiben müßen. Da meinte die Prinzeßin, das sei nun freilich schlimm Ding, aber weil es der Vater versprochen, müße es gehalten werden, und wenn das Ding käme, wolle sie mit ihm gehen.

Hans mein Igel hütete immerfort seine Esel und Schweine, bis ihrer so viel wurden, daß sie im Wald nicht mehr Platz hatten. Darauf sandte er zu seinem Vater und ließ ihm sagen, daß er mit einer großen Heerde Schweine und anderer Thiere käme und alle Leute im Dorfe sollten schlachten, so viel sie nur möchten. Da betrübte sich sein Vater, daß Hans mein Igel noch lebe, aber der trieb eben seine Heerde auf dem Göckelhahn ins Dorf. Da gabs einmal ein Schlachten!

Hans mein Igel sagte: „Väterchen, laßt mir meinen Göckelhahn noch einmal vor der Schmiede beschlagen, dann reit ich fort und komme gewiß im Leben nicht wieder.“ So geschah es.

Da ritt Hans mein Igel in das Reich des Königs, dem er zuerst den Weg gezeigt hatte, aber der König hatte befohlen, wenn