Seite:Loens Der zweckmaessige Meyer.pdf/77

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Die Forscher.

Schon seit langem hatten sie sich vorgenommen, die in zoologischer Beziehung so ergiebigen Försterteiche einer genauen Untersuchung zu unterziehen.

Sie wußten zwar, daß schon vor ihnen bedeutende Leute, zum Beispiel ihre eigenen Väter, Groß-, Urgroß- usw. Väter und die Onkels väterlicher und mütterlicherseits ebenfalls die Tierwelt jener berühmten Binnengewässer zwischen der großen Savanne, Exerzierplatz genannt, und dem undurchdringlichen, von feindlichen Stämmen bevölkerten Urwald, so sich Stadtwald nennt, mit großem Eifer erforscht hatten.

Das Ergebnis dieser Forschungen war aber niemals in fachwissenschaftlichen Zeitschriften niedergelegt; nur durch Überlieferung war die Fauna Exerzierplatzteichiana bekannt, und da jene Gegend seit der Väter Jugendjahren große geologische und andere Umwälzungen erfahren hatte, so erschien es notwendig für den Stand der Wissenschaft, eine genaue Übersicht von alle dem aufzunehmen, was in den Teichen krabbelt und wabbelt.

Sehr viel Umstände verursachte die Herbeischaffung des kostspieligen Forschungsgerätes. Während Aadje Schlöber in seiner bekannten Oberflächlichkeit meinte, mit einem Stock von Armslänge auskommen zu können, bestand Heinrich Fricke, der nicht nur dem mittäglichen Suppenteller, sondern auch allen anderen Dingen auf den Grund ging, darauf, ohne eine Vietsbohnenstange ginge es nicht.

Empfohlene Zitierweise:
Hermann Löns: Der zweckmäßige Meyer. Sponholtz, Hannover 1911, Seite 71. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Loens_Der_zweckmaessige_Meyer.pdf/77&oldid=- (Version vom 1.8.2018)