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15. Kapitel.
Schluß.

Stunden vergingen …

Und in diesen Stunden des trostlosen Rückweges in die freundlicheren Täler kam mir damals mit jäher grausamer Wucht allmählich zum Bewußtsein, daß, wenn Coy mir stürbe, ich abermals heimatlos sein würde …

Stürbe …

Konnte das denn sein?! Konnte dieser muskelstrotzende Körper meines Freundes Coy wirklich dahinsiechen durch diese lächerlich kleine Kugel, – konnte das Geschick so unbarmherzig sein und ihn mir nehmen, an dem ich mit jeder Faser meines verhärteten Herzens hing – mit jeder Faser, wie ich’s genau fühlte. –

Stunden abwärts … Nächtliche Stunden in Moderluft und Eiseskälte, über uns als schmaler Streifen der ausgesternte Himmel, neben uns der schäumende Gletscherbach und der stille tote Chico und die Pferde – stolpernd, schnaufend, – und Edith und ich und unsere Gedanken …

Stunden …

Bis wir die Stelle erreichten, wo der Zickzackpfad nach oben führte zu den Bergterrassen und dem Felsenturm und dem Condorhorst …

Aufwärts …

Kühle, reine Nachtluft grüßt uns. Uns begrüßt die Mooshütte, die noch vom damaligen Lagern stehen geblieben. In der Hütte Licht – zwei Gestalten, – sich mühend um meinen Coy:

Empfohlene Zitierweise:
Max Schraut: Mein Freund Coy. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1929, Seite 178. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Mein_Freund_Coy.pdf/178&oldid=- (Version vom 1.8.2018)