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Peter van Braanken und eine Photographie eines jungen stattlichen Weibes.

Es gehörte wahrlich kein geistvoller Kopf dazu, diesen Fund richtig einzuschätzen. Braanken hatte mich belogen. Wenn er wirklich mit seinem Gaule gestürzt wäre und wenn diese Dinge, Geld, Papiere, Bild, doch sein Eigentum, in den Satteltaschen des toten Pferdes sich befunden hätten, würde er sie niemals belassen haben, wo sie waren, sondern er hätte sie mitgenommen.

Auf der Rückseite des Bildes stand nämlich geschrieben – deutsch:

Meinem Liebsten!
Anna.ni 1914.
Windhuk, Juni 1914.




2. Kapitel.
Unsere drei Pferde.

Der Inhalt der Satteltaschen des Indianerpferdes war hiermit jedoch noch nicht erschöpft. Außer Gegenständen, wie sie ein halbzivilisierter Tehuelche besitzt, übrigens ein Volksstamm, der geistig und körperlich tief unter den Araukanern steht, entdeckte ich noch einen Orden aus Silber mit verblichenem gelbrotem Seidenband. Dieser Ordensstern zeigte in der Mitte ein Emailleschild mit dem Bilde eines auf einem Rappen dahingaloppierenden Indianers, der eine lange Stoßlanze in der Rechten schwang. Um das Bild herum

Empfohlene Zitierweise:
Max Schraut: Mein Freund Coy. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1929, Seite 18. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Mein_Freund_Coy.pdf/18&oldid=- (Version vom 1.8.2018)