Seite:Mitteilungen des Verbandes deutscher Vereine für Volkskunde 8.djvu/2

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Prof. Dr. Sartori, als Vertreter des Rheinisch-westfälischen Vereins für Volkskunde,

Pfarrer Schulte, als Vertreter der Hessischen Vereinigung für Volkskunde,

Prof. O. Seyffert, als Vertreter des Vereins für sächsische Volkskunde,

Prof. Dr. Siebs, als Vertreter der Schlesischen Gesellschaft für Volkskunde,

H. Sökeland, als Vertreter des Vereins der Kgl. Sammlung für Volkskunde Berlin,

Dr. Träger, als Vertreter der Berliner Anthropologischen Gesellschaft,

überdies eine größere Zahl Herren mit beratender Stimme, darunter Herr Prof. Dr. Bolte, Berlin, und Herr Prof. Dr. Wossidlo, Waren i. Meckl.

1. Der Vorsitzende eröffnete die Versammlung, hieß die Erschienenen zur gemeinsamen Arbeit willkommen und gedachte sodann der Männer unserer Wissenschaft, die seit der Eisenacher Delegiertenversammlung (24. Mai 1907) verstarben: Prof. Gallée, Elard Hugo Meyer, Albrecht Dieterich und Geh. Sanitätsrat Dr. Lissauer.

2. Dr. Dähnhardt erstattete den Geschäftsbericht, aus dem hervorging, daß die Registrierung der Volkslieder (vgl. Mitt. Nr. 5, Punkt 5) vom Verein für sächsische Volkskunde beendet ist, die Verbindung mit der österreichischen Organisation der Volksliedersammlung teils gelungen, teils in Aussicht gestellt ist. Die Bibliographie des deutschböhmischen gedruckten und handschriftlichen Volksliederbestandes – eine Arbeit, die zwei bis drei Jahre dauern dürfte – hat Herr Prof. Hauffen zugesagt. Für die Aufnahme der zu erwartenden Materialien hat die Direktion der Universitätsbibliothek zu Leipzig einen Raum zur Verfügung gestellt. Ein Schema, nach welchem der Bestand an Drucksachen und handschriftlichen Sammlungen volkskundlichen Inhaltes von den einzelnen Vereinen einheitlich verzettelt werden kann (vgl. Mitt. Nr. 5, Punkt 4), hat der Ausschuß nach Verständigung mit dem Vorsitzenden der 5. Abteilung der Geschichts- und Altertumsvereine, Herrn Prof. Brenner, ausgearbeitet und versandt. – Wie Herr Prof. Kahle mitteilte, sind die Volkslieder der alemannischen Teile Badens ebenfalls fertig registriert. – Im Auftrage des abwesenden Rechners legte Dr. Dähnhardt sodann die Rechnung vor, die mit einem Kassenbestand von 243 Mk. 34 Pfg. abschloß. Die Rechnung wurde von den Herren Sökeland und Ludwig geprüft und richtig befunden, worauf dem Rechner Entlastung erteilt wurde.

3. Prof. Kahle brachte die von ihm und Dr. Hugo Hepding (Gießen) ausgearbeiteten Leitsätze zur Sammlung der Zaubersprüche und Segen des deutschen Sprachgebietes zur Besprechung (vgl. Mitt. Nr. 5, Punkt 7). Sie wurden mit geringen Änderungen angenommen und werden demnächst den Vereinen zugesandt.

4. Zur Frage der Zeitschriftenschau, über die Prof. Mogk berichtete, wurde ein Antrag des Ausschusses in der folgenden von Prof. Roediger und Prof. John Meier formulierten Fassung angenommen:

„Der Verband hält den Fortbestand der Zeitschriftenschau im bisherigen Umfang, nur mit genauerer Sichtung des Materials, für notwendig und sagt der Hessischen Vereinigung für Volkskunde seine pekuniäre Unterstützung zu, sobald ihm die Mittel zu seiner Arbeit zur Verfügung stehen. Ueber die Einzelheiten wird der Ausschuß beauftragt, mit der Hessischen Vereinigung in Verbindung zu treten.“