Seite:Nachricht von einem Thonberge im Wirzburgischen.pdf/3

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

 Diese Thonberge sind schon lange her von einem oder mehreren Einwohnern von dem 3 Stunden von Kirchlauter gelegenen wirzburgischen Städtchen Eltmann gepachtet. Die Bauern graben jene Erde, und liefern den Wagen Thonballen um ein gewisses Geld nach Eltmann an den Main. Daselbst wird ein Theil davon an die Häfner in Eltmann und dem dabey gelegenen Dorfe Stettfeld abgesetzt, der größere Theil aber an die am Mayn bis nach W. wohnenden Töpfer verkauft. Schweinfurt und Eltmann liefert aber, wie bekannt, das beste und schönste Geschirr, besonders wird das zu E. verfertigte bis nach Wirzburg am meisten gesucht, weil es nebst der äussern Weiße und Dünnheit, die es mit dem Schweinfurter gemein hat, besser als jenes gebrennt und dauerhafter ist. Zu Wirzburg kann man bey den dasigen Töpfern solches Geschirr ebenfalls zum Kauf erhalten, indem sie sich von den Eltmännischen Meistern von Zeit zu Zeit verschiedenes von deren Geschirre anschaffen. Die Thonerde aber, welche die Wirzburger Meister kaufen, wird keinesweges dazu verarbeitet, daß sie eigenes Geschirr daraus verfertigen; sondern sie bedienen sich nur jener Thonerde zur