Seite:Nachrichten von den Ruinen der alten Wasserleitung durch irdene Röhren bey der Stadt Röttingen im Taubergrund.pdf/2

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

eine Quelle, Petersbronn genannt, die vielleicht weit und breit in jener Gegend das beste Wasser reichet. Die alten Einwohner von Röttingen erkannten den Wehrt dieses in ihrer Nähe befindlichen Schatzes. Ihre Gesundheit war ihnen schätzbarer als Geld, und ein gesundes Wasser ihnen willkommner als Bacchus Becher. Das in der Stadt befindliche Wasser, welches sie aus Ziehbrunnen schöpften, hatte zu viele heterogene Theile und auf die Gesundheit keineswegs den besten Einfluß. Sie waren also darauf bedacht jene Quelle von der Strüter Höhe durch irdene Röhren in ihre Stadt zu leiten, und sie führten, ich weiß nicht, in welchem Jahre, diesen Anschlag wirklich aus. Sie ließen von einem Töpfer irdene Röhren in der Länge von anderthalb Schuhen und in einer Dicke von einem Zolle aus sehr gutem Tone verfertigen, und inwendig wohl glasiren, so wie man aus den noch vorgefundenen Stücken deutlich abnimmt, welche sie denn wohl in einander zusammen fügten, und auf solche Art jene Quelle in den Amthof der Stadt leiteten, wo das Wasser in einem steinernen Behälter, der noch jetzt daselbst anzutreffen ist, aufgefangen wurde.

.