Seite:Nachrichten von den Ruinen der alten Wasserleitung durch irdene Röhren bey der Stadt Röttingen im Taubergrund.pdf/4

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Wasser zum Gebrauche aus den daselbst befindlichen Ziehbrunnen.

 Ich will hier eben nicht jenem Petersbronn das Lob sprechen, als enthalte er ganz reines Wasser; denn dieses werden wir nirgends finden, indem es allenthalben entweder Salz- oder Kalk- und Erdtheilchen u. s. f. bey seinem Durchflusse in der Erde antrifft, und derselben mehrere oder wenigere auflöst und mit sich führt, ja selbst der Thau durch die beständige salzichte Auflösung und Ausdünstung der Körper, deren Theilchen sich in der Luft zerstreuen, viele derselben enthält: – und diesemnach führt jenes Quellwasser viele Kalktheilchen mit sich, von welchen nicht einmahl der daselbst wachsende Wein frey ist; allein diese Quelle enthält doch immerhin das reinste Wasser jener Gegend, und vorzüglich der Stadt. Denn das Wasser der hieselbst befindlichen Ziehbrunnen ist mit einer unglaublich größern Menge heterogener Theilchen geschwängert und tritt, da meist nur der Segeritzer Bronnen (also genannt, weil er am Hause des Segeritz steht) benutzt wird, dem stehenden Wasser bey, dessen Unwehrt und Schädlichkeit sattsam entschieden ist.

 Es kommt aber hiezu noch der Umstand, daß solche offen stehende Brunnen auf allerley