Seite:Neue fränkisch würzburgische Chronik-Biographische Notizen Leppich-19-21.pdf/3

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werden, weil ohne Leppichs glücklichen Erfindungsgeist auf der Riefels’schen Melodica die Foderungen des ausübenden Tonkünstlers nie hätten befriedigt werden können. –

Leppich wußte durch mechanische Kunstgriffe nicht nur das fehlerhafte Mittönen der Octaven, hinwegzuschaffen, sondern auch durch eine richtigere neuerfundene Mensur; welche die Seele der relativen Tonmasse eines Instrumentes ist, dem produzirten Tone die mögliche Schönheit, vollkommne Reinheit, verhältnismäßige Völle und Stärke zu geben. Bey dem Entwurfe dieser Mensur, machte Leppich durch die dabey gemachten Versuche, die wichtige Entdeckung: daß auch ohne winkelförmige Stäbe und Cylinder, noch schönere und viermal stärkere Töne hervorgebracht werden können. Diese ihm nun ganz eigene Erfindung ist Leppich gesonnen ehestens zu Paris, wohin dermal seine Reiße gerichtet ist, durch den Bau eines neuen Instrumentes zu bewähren, worauf er nach seiner Versicherung bereits einige Bestellungen angenommen hat.

(Die Fortsetzung folgt.)[WS 1]


Anmerkungen (Wikisource)

  1. In den folgenden Ausgaben findet sich keine Fortsetzung mehr. Das Blatt erschien zuletzt am 28. Dezember 1811 (No. LII). In No. L kündigte der Herausgeber eine neue Zeitschrift an: Chronick der Denkwürdigkeiten älterer und neuerer Zeiten für das Großherzogthum Würzburg.
Empfohlene Zitierweise:
unbekannt: Biographische Notizen von Franz Leppig Mechanikus. Carl Philipp Bonitas, Würzburg 1811, Seite 21. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Neue_fr%C3%A4nkisch_w%C3%BCrzburgische_Chronik-Biographische_Notizen_Leppich-19-21.pdf/3&oldid=- (Version vom 22.8.2016)