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Seite:Nuitter, Tréfeu (anonyme Übersetzung) - Coscoletto der Lazzarone.pdf/13

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Charles Nuitter et Étienne Tréfeu – Musik von Jacques Offenbach: Coscoletto, der Lazzarone

Delfina.

          Ja wenig nur.
     Drum bitt’ ich Euch sehr,
     Les’t mir das Briefchen.
     Werde herzlich Euch danken!

Marianna (lebhaft).

               Von Herzen gern!
(Sie öffnet den Brief.)
               Es ist ein Gedicht.

Delfina.

          Der Schreiber heißt?

Marianna.

O wie schade, es fehlet der Name!
(Sie liest.)
               „Geliebte meiner Seele
               Im blonden Lockenhaar.“

Delfina (freudig).

          Sagt, ist es wirklich wahr?

Marianna (fortfahrend).

          „Mit Deinen schwarzen Augen,
          So leuchtend, wunderbar.“

Delfina.

          Er liebt mich, es ist klar!

Marianna (fortfahrend).

          „Erhör’ mein banges Flehen,
          Sieh’ meine Liebespein.“

Delfina.

          Wie zärtlich und wie fein!

Marianna (lesend).

          „Es ist um mich geschehen,
          Wirst Du nicht endlich mein.“

Delfina (freudig).

               Ist’s wahr?

Marianna (ihr den Brief hinhaltend).

               So sehet selber.

Empfohlene Zitierweise:
Charles Nuitter et Étienne Tréfeu – Musik von Jacques Offenbach: Coscoletto, der Lazzarone. Ed. Bote und G. Bock, (E. Bock), Berlin 1868, Seite 9. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Nuitter,_Tr%C3%A9feu_(anonyme_%C3%9Cbersetzung)_-_Coscoletto_der_Lazzarone.pdf/13&oldid=- (Version vom 8.11.2025)