| Charles Nuitter et Étienne Tréfeu – Musik von Jacques Offenbach: Coscoletto der Lazzarone | |
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Polycarpo (b. S.).
Dieses Mannes Philosophie ist im Grunde genommen so übel nicht, … indessen er selbst mißfällt mir! (laut.) Wenn Sie meinen Azor persönlich und genauer gekannt hätten, würden Sie meinen Schmerz zu würdigen wissen! (mit Rührung.) Ein solches Thier ist in der ganzen Welt nicht mehr zu finden!
Nie find’ ich ein schöneres Hündchen,
Als meinen geliebten Azor.
Wie manches einsame Stündchen
Ergötzt’ er mir Auge und Ohr.
Wie trug er stolz sein liebes Köpfchen,
Er war grau und weiß melirt,
Und auf der Stirn hatt’ er ein Schöpfchen,
So schön wart Ihr noch nie frisirt.
Wie bellte er so hell und rein,
Wie klaffte, blaffte er so fein.
Rrrr …! so murrrte er,
Rrrr …! so knurrte er
Wau, wau, rrrr …!
Seine Stimme tönt noch an mein Ohr.
Wau, wau, rrrr …,
Singen konnt’ er wie mancher Tenor.
Er war ein Pintsch, Gold jeder Zoll.
Wenn er Euch biß, so that es Euch wohl.
Wau, wau, rrrr.
Er war nicht im Thale geboren,
Man wußte nicht, woher er kam.
Er hatte gestutzte Ohren
Und ging auf dem Hinterfuß lahm.
Er apportirte gar so manierlich,
Sprang über’m Stock, es war eine Pracht,
Und gab das Pfötchen gar so possierlich,
So schön habt Ihr es noch nie gemacht.
Wie bellte er etc. etc.
Wau, wau, rrrr …
Charles Nuitter et Étienne Tréfeu – Musik von Jacques Offenbach: Coscoletto der Lazzarone. Ed. Bote und G. Bock, (E. Bock), Berlin 1868, Seite 16. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Nuitter,_Tr%C3%A9feu_(anonyme_%C3%9Cbersetzung)_-_Coscoletto_der_Lazzarone.pdf/20&oldid=- (Version vom 8.11.2025)