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Seite:Nuitter, Tréfeu (anonyme Übersetzung) - Coscoletto der Lazzarone.pdf/24

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Charles Nuitter, Étienne Tréfeu – Musik von Jacques Offenbach: Coscoletto, der Lazzarone

Frangipani (kurz).

Laßt es gut sein! … Ich kann eine schuldige Hochachtung nicht leiden! Kommt! (Bei Seite.) Er hat stets etwas Heimliches! und die Heimlichen … das sind die Schlimmsten!

Arsenico (für sich).

Ich werde ihn schon zu entfernen wissen!

Frangipani (barsch).

Vorwärts! (Zieht Arsenico unsanft mit sich hinweg.)

(Beide rechts ab.)
Neunte Scene.
Marianna, gleich darauf Coscoletto.

Marianna.

Soweit ist es schon gekommen! … Welch’ entsetzliches Schicksal – an einen solchen Mann für’s ganze Leben gebunden zu sein! … O, wenn ich ihn mit anderen Männern vergleiche! …!

(Coscoletto kommt aus der dritten Coulisse rechts.)

Marianna (ihn erblickend, für sich).

Ha! … da ist der hübsche Lazzarone!

Coscoletto

(ist vorgekommen und blickt nach Delfina’s Laden, während er zu sich selbst sagt).

Sollte Delfina nicht zu Hause sein? (Für sich.) Es ist eigenthümlich! … Ich kenne mich selbst nicht mehr wieder! Ich, der sonst vor keiner Gefahr zurückschreckte, der – wenn es sein müßte – Neapel an allen vier Ecken in Brand gesteckt hätte, … ich zittre wie ein Kind, wenn ich an Delfina denke! …

Nr. 5. Duetto.

Marianna (für sich).

So wär’ ich denn allein mit ihm. –

(Zu Coscoletto.)

Ihr eßt ja nicht?

Coscoletto (zerstreut).

          Wahrhaftig nein –
          Mich hungert nicht.

Empfohlene Zitierweise:
Charles Nuitter, Étienne Tréfeu – Musik von Jacques Offenbach: Coscoletto, der Lazzarone. Ed. Bote und G. Bock, (E. Bock), Berlin 1868, Seite 20. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Nuitter,_Tr%C3%A9feu_(anonyme_%C3%9Cbersetzung)_-_Coscoletto_der_Lazzarone.pdf/24&oldid=- (Version vom 13.10.2025)