| Charles Nuitter, Étienne Tréfeu – Musik von Jacques Offenbach: Coscoletto, der Lazzarone | |
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Polycarpo (ohne darauf zu hören).
Jetzt kommt es nur noch darauf an, ihren Mann zu entfernen, … und zu diesem Zweck habe ich bereits einen ganz vortrefflichen Plan entworfen. – Die Fischer beabsichtigen nämlich heute einen Fischzug bei Fackelschein, und hierzu habe ich Frangipani durch einen der Fischer, der ihm stets seinen Bedarf an Fischen liefert, einladen lassen.
Coscoletto (bedenklich).
Es fragt sich aber, ob …
Polycarpo (einfallend).
Du mußt nun den Fischern ein Zeichen geben und sie hierher führen, sobald der Ehemann da ist.
Frangipani
(kommt aus dem Hintergrund rechts und bleibt, als er die Anwesenden bemerkt, lauschend stehen, indem er zu sich selbst spricht).
Man spricht von einem Ehemann?
Coscoletto (zu Polycarpo).
Sind Sie aber auch sicher, daß Sie sich nicht täuschen?
Polycarpo (ungeduldig).
Wenn ich Dir doch sage, daß sie mir geantwortet hat!
Coscoletto (für sich).
Wie ist das möglich? Da sie doch nichts erhalten hat!
Polycarpo (einen Brief hervornehmend).
Sieh, hier ist ihr Brief!
Coscoletto.
Von der schönen Marianna?
Frangipani (schnell, für sich).
Was höre ich?
Polycarpo (zu Coscoletto).
Allerdings! … Ich kenne ihre Handschrift ganz genau aus den Rechnungen, welche ich von ihr erhalten.
Coscoletto.
Und was schreibt sie Euch?
Polycarpo.
Hör’ zu!
Charles Nuitter, Étienne Tréfeu – Musik von Jacques Offenbach: Coscoletto, der Lazzarone. Ed. Bote und G. Bock, (E. Bock), Berlin 1868, Seite 28. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Nuitter,_Tr%C3%A9feu_(anonyme_%C3%9Cbersetzung)_-_Coscoletto_der_Lazzarone.pdf/32&oldid=- (Version vom 8.11.2025)