| Charles Nuitter, Étienne Tréfeu – Musik von Jacques Offenbach: Coscoletto, der Lazzarone | |
|
|
Polycarpo (ihn bemerkend, für sich).
Da ist ja der Ehemann! Er kommt mir eben recht, ich weiß jetzt ein Mittel, ihn zu entfernen. (Auf Frangipani zugehend und ihn begrüßend.) Sieh da, Freund Frangipani! … Ohne Zweifel wißt ihr von der Festlichkeit, welche zu heute Abend vorbereitet wird?
Frangipani (mit Beziehung).
Also … heute Abend schon soll es stattfinden?
Polycorpo.
Eine Spazierfahrt auf dem Golf! … Ihr werdet doch auch dabei sein?
Frangipani.
Ich danke, Freund! ich danke! (bei Seite) Er will mich bei dieser Gelegenheit in’s Meer stürzen und mich ertränken! … (laut) Ich danke!
Arsenico (eilig von rechts kommend, zu Frangipani).
Gevatter! … Lieber Gewatter! – Eine große, eine wichtige Neuigkeit! Der wissenschaftliche Verein, Chemiker und Droguisten, erhielt so eben die Nachricht, daß ein Ausbruch des Vesuvs bevorsteht!
Frangipani (spöttisch).
Für heute Abend, nicht wahr?
Arsenico.
Ganz recht, für heute Abend! … Da ich glaubte, Euch damit einen Gefallen zu erweisen, ließ ich für Euch einen Platz reserviren, dicht am Rande des Kraters!
Frangipani (wie oben).
Wirklich? Ihr seid zu gütig! (bei Seite) Der will mich gar braten lassen! … Dieser Mordbrenner! (Er läuft umher.)
Chor (in der Entfernung).
Der Vulcan ruft uns zur Stelle,
Hoch schlägt die Flamme auf
Charles Nuitter, Étienne Tréfeu – Musik von Jacques Offenbach: Coscoletto, der Lazzarone. Ed. Bote und G. Bock, (E. Bock), Berlin 1868, Seite 30. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Nuitter,_Tr%C3%A9feu_(anonyme_%C3%9Cbersetzung)_-_Coscoletto_der_Lazzarone.pdf/34&oldid=- (Version vom 30.9.2025)