| Charles Nuitter, Étienne Tréfeu – Musik von Jacques Offenbach: Coscoletto, der Lazzarone | |
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Das Innere von Frangipanis Küche. Eine Mittelthür. Links und rechts Seitenthüren. – Links, etwas zurück, ein großer Kochheerd, der, dem Zuschauer sichtbar, zwei große Oeffnungen hat, darauf viele Kasserollen, Pfannen und andere Geräthschaften; – unweit des Heerdes, ein breiter, aber niedriger Schrank: ein praktikables Fenster, durch welches man auf einen Hof sieht. – Ein großer Tisch. Mehrere Stühle. Es ist Abend, auf dem Tische steht ein Leuchter mit angezündetem Lichte.
Marianna (von rechts).
So nun bin ich allein! Auch die Küchenjungen habe ich fortgeschickt, – wenn Coscoletto jetzt kommt, kann ihn Niemand bemerken. – Ich bin so unruhig! … Was kann er mir Wichtiges mitzutheilen haben? … Ich weiß es nicht, … oder vielmehr ja, ich ahne so Etwas, … und daher eben kommt meine Unruhe! (Es klopft.) Ha! man klopft! Das wird er sein! (Sie geht zur Mittelthür und öffnet.) Ja, richtig!
Coscoletto (tritt ein).
Da bin ich!
Marianna (hastig und halblaut).
St! … nicht so laut!
Coscoletto (vorkommend).
Es ist ja Niemand da … Ihr Gatte klettert auf dem Vesuv umher, … und Ihre Küchenjungen?
Marianna (einfallend).
… Sind sämmtlich ausgegangen.
Coscoletto.
Nun also! Dann sind wir ja ganz allein!
Charles Nuitter, Étienne Tréfeu – Musik von Jacques Offenbach: Coscoletto, der Lazzarone. Ed. Bote und G. Bock, (E. Bock), Berlin 1868, Seite 35. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Nuitter,_Tr%C3%A9feu_(anonyme_%C3%9Cbersetzung)_-_Coscoletto_der_Lazzarone.pdf/39&oldid=- (Version vom 7.10.2025)