| Charles Nuitter, Étienne Tréfeu – Musik von Jacques Offenbach: Coscoletto, der Lazzarone | |
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Horch! … Es klopft! … Himmel, wenn es mein Mann wäre! …
Coscoletto (besorgt).
Er wird doch nicht …! (Es klopft wieder.)
Marianna (eifrig).
Sie müssen sich verbergen! Treten Sie schnell dort hinein! (Öffnet eine kleine Thür von links.)
Coscoletto (im Abgehen).
Hernach müssen Sie mir aber sagen …
Marianna (schnell einfallend).
Alles was Sie wünschen! Jetzt aber beschwöre ich Sie, sich zu verbergen! (Schiebt ihn zur Thür hinaus, schliesst hinter ihm zu und geht zur Mittelthür.)
Marianna (indem sie öffnet).
Wer ist denn da?
Polycarpo (eintretend, mit süßlicher Miene).
Ich bin es!
Marianna (für sich).
Delfina’s Anbeter? (Laut.) Was wünschen Sie?
Polycarpo (wie vorher).
O, göttliche Marianna! Sie sehen den glücklichsten Liebenden vor sich!
Marianna.
Wirklich!
Polycarpo (betheuernd).
Ja wahrlich! – Als ich das Antwortschreiben auf dem Buckel des Polichinel fand, … von Ihrer Hand geschrieben …
Marianna (überrascht).
Hat Ihnen Delfina das gesagt? …
Polycarpo (ohne darauf zu hören).
O der Inhalt dieses Briefes gab meinem gefolterten Herzen die Ruhe wieder, … Marianna! mein Herz war in einer eben solchen Aufregung … wie … wie eine Mehlsuppe auf dem Feuer, wenn Sie mit dem Kochlöffel darin rühren!
Charles Nuitter, Étienne Tréfeu – Musik von Jacques Offenbach: Coscoletto, der Lazzarone. Ed. Bote und G. Bock, (E. Bock), Berlin 1868, Seite 37. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Nuitter,_Tr%C3%A9feu_(anonyme_%C3%9Cbersetzung)_-_Coscoletto_der_Lazzarone.pdf/41&oldid=- (Version vom 7.10.2025)