| Charles Nuitter, Étienne Tréfeu – Musik von Jacques Offenbach: Coscoletto, der Lazzarone | |
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Arsenico.
Gewiß!
Frangipani (Polycarpo’s Glas nehmend).
Entschuldigen Sie!
Polycarpo.
Bitte sehr!
Frangipani.
Es geschieht aus reiner Freundschaft (trinkt) Ach! das schmeckt! (Bei Seite) Es war die höchste Zeit, daß ich etwas genoß! (Laut und heiter.) Nun laßt uns fröhlich sein, Freunde! … (Zu Coscoletto.) Und Sie, junger Mann, singen Sie uns jetzt das Macaroni-Lied!
Coscoletto.
Was kann es Schöneres wohl geben,
Mehr noch erfreuen Herz und Sinn?
Der Lazzarone giebt sein Leben
Für Maccaroni freudig hin.
Nehmt uns’re marmornen Paläste,
Nehmt uns’re ewig sonn’ge Flur,
Nehmt uns’re Heil’gen, uns’re Feste,
Laßt ihr uns Maccaroni nur!
Uf! Mannaggia!
Heil’ger Januarius
Nimm des inn’gen Dankes Gruß!
Doch sagte einst im Zorne er:
„’s giebt keine Maccaroni mehr!“
O Heil’ger, Deine Gnad’ ist groß,
Das wär’ für uns der Todesstoß!
Alle.
Hi, hi, hi, hi, Deine Gnad’ ist groß,
Das wär’ für uns der Todesstoß!
Wie einst den Hungernden zur Speise
Manna vom Himmel fiel herab,
So half uns Gott auf gleiche Weise,
Als er uns Maccaroni gab.
Charles Nuitter, Étienne Tréfeu – Musik von Jacques Offenbach: Coscoletto, der Lazzarone. Ed. Bote und G. Bock, (E. Bock), Berlin 1868, Seite 56. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Nuitter,_Tr%C3%A9feu_(anonyme_%C3%9Cbersetzung)_-_Coscoletto_der_Lazzarone.pdf/60&oldid=- (Version vom 30.10.2025)