| Charles Nuitter, Étienne Tréfeu – Musik von Jacques Offenbach: Coscoletto, der Lazzarone | |
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Arsenico (zu Frangipani).
O Freund, vor uns’rer letzten Reise
Will mein Verbrechen ich gesteh’n,
’Goß täglich Opium in die Speise,
Um besser Euch zu hintergeh’n.
Polycarpo.
Auch ich muß schweigend mich ergeben,
Schon wühlt das Gift im Leib’ herum.
Frangipani.
Ach, hätt’ ich länger nur zu leben,
Ich brächt’ Euch alle Beide um! Doch –
Vergiftet sind wir alle hier.
etc. etc.
(Man vernimmt von Außen sehr lautes Hühner-Geschrei.)
Frangipani (lauschend).
Ich höre Stimmen von ferne –
Marianna (ebenso).
Vom Hühnerhofe kommt es her –
Arsenico.
Nein, nein, es ist nur Sinnestäuschung,
Das Gift macht uns den Kopf so schwer.
Chor der Nachbarn und Nachbarinnen (außerhalb).
Wir werden hart ihn strafen
Für seine Missethat,
Der uns’re armen Hühner
Grausam vergiftet hat.
Er steckt in diesem Haus,
Hier goß das Gift er aus.
Den schnöden Hühnermörder,
Gebt ihn heraus, heraus!
Die Andern.
Uns faßt des Todes bitt’re Qual!
(Nachbarn und Nachbarinnen treten ein, todte Hühner in den Händen haltend.)
(Lazzaroni und Fischer folgen.)
Charles Nuitter, Étienne Tréfeu – Musik von Jacques Offenbach: Coscoletto, der Lazzarone. Ed. Bote und G. Bock, (E. Bock), Berlin 1868, Seite 60. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Nuitter,_Tr%C3%A9feu_(anonyme_%C3%9Cbersetzung)_-_Coscoletto_der_Lazzarone.pdf/64&oldid=- (Version vom 8.11.2025)