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wille de gewerde in der erdẽ als in dem hemel. Gyff vns huden vnse degeliche broit. Ind vergyff vns vnse schoilt als ind wir vergeuẽ[1] vnsen schoilderen. Ind inleide vns neit in becoringe mer[2] verloese vns van quadẽ.[3] Amen.




XXVII. Aus dem 15. Jahrhundert (1458).

Aus einer Wiener Papierhandschrift, cod. vindobon. Nr. 3012, früher CXXXVIII, in 12. Die Handschrift enthält S. 77 b.–91 b. die nachfolgenden Pater noster, S. 91 a.-93 a. die unten Nr. 7. 8 folgenden zwei Ave Maria, S. 93 a.-97 a. Ain auslegung ÿber den glauben. Am Ende (96 b.-97 a.) steht mit rother Dinte geschrieben: Geschriben zw Andex auf dem heyligen perg nach Christi gepurd alls man zält Tausent vierhundert vnd in dem Łviij. iar. von bruder Anthonio Pelchinger professus zw Tegrensee an sand Blasij tag etc. Seyt durch got mein ingedächt in ywrem andächtigen gepet. Amen. Jhesu Christe mach haylsamen mein sele.

Ain kurtze auslegung vnd wetrachtung[4] ÿber den pater noster vnd von ettleichen vrsachen warumb der pater noster alle andrew[5]gepet ÿbertrifft

  1. Holländ. vergeven.
  2. Sondern ist holländ. maar.
  3. Holländ. van kwaaden.
  4. Über we- statt be-, das hier oft vorkommt (wegriffen, wegeren, wetrübten, offenwar, wehalter etc.), s. Gram. I, §. 186.
  5. Unten leiblichew, s. oben Nr. 14, S. 26. Anm. 1.
Empfohlene Zitierweise:
Joseph Kehrein: Pater Noster und Ave Maria in deutschen Übersetzungen. Frankfurt a/M.: Verlag für Kunst und Wissenschaft (G. Hamacher), 1865, Seite 42. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Pater_Noster_und_Ave_Maria_in_deutschen_Uebersetzungen.pdf/50&oldid=- (Version vom 1.8.2018)