Seite:Picander Ernst-Schertzhaffte und Satyrische Gedichte 3.pdf/526

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 Aria.
     Pan ist Meister, laßt ihn gehn.
     Phöbus hat das Spiel verlohren,
     Denn nach meinen beyden Ohren

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     Singt er unvergleichlich schön.

 Da Capo.

Mom.
Wie, Mydas, bist du toll?

Merc.
Wer hat dir den Verstand verrückt?

Tmol.
Das dacht ich wohl, daß du so ungeschickt.

Phoeb.
Sprich, was ich mit dir machen soll?

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Verkehr ich dich in Raben,

Soll ich dich schinden oder schaben?

Mydas.
Ach plaget mich doch nicht so sehre
Es fiel mir ja
Also in mein Gehöre.

Phoeb.

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Sieh da,

So solst du Esels-Ohren haben.

Merc.
Das ist der Lohn
Der tollen Ehrbegierigkeit,

Pan.
Ey! warum hast du diesen Streit

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Auf leichte Schultern übernommen.


Mydas.
Wie ist mir die Commißion
So schlecht bekommen?

Merc. Aria.
     Aufgeblasne Hitze,
     Aber wenig Grütze,

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     Kriegt die Schellen-Mütze

     Endlich aufgesetzt.
     Wer das Schiffen nicht versteht,

Empfohlene Zitierweise:
Christian Friedrich Henrici: Picanders Ernst-Schertzhaffte und Satyrische Gedichte. Teil 3. Johann Theodor Boetius, Leipzig 1732, Seite 505. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Picander_Ernst-Schertzhaffte_und_Satyrische_Gedichte_3.pdf/526&oldid=- (Version vom 1.8.2018)