Seite:Picander Ernst-Schertzhaffte und Satyrische Gedichte 3.pdf/587

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     Der Tag, der mich zur Welt gebracht,
     Sey nicht von mir so hoch geacht
Als dieses Tages frohe Stunden.

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     Nehmt aber auch mein Hertz mit euch

     Und bringt es der Calliste gleich;
Es soll zu ihrem Angebinde,
     Versichert sie, und schwehrt dabey,
     Daß sie in selbem feste Treu

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Und unverfälschte Liebe finde.


     Nichts hätt ich sonst in meiner Macht,
     Das mehr, als was ihr überbracht,
Zeit Lebens mir unschätzbar bliebe.
     Wenn ihr nun dieses wohl gefällt

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     So nehmt kein ander Löse-Geld

Als ihre treue Gegen-Liebe.

     Ach! süße Stunden eilet bald
     Damit ich meinen Aufenthalt
Kan vor Callistens Augen wissen,

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     Denn eher werd ich nicht vergnügt,

     Biß ein erfreutes Schicksal fügt,
Mein Engel, deine Hand zu küssen.

XIV.

Über den Caffe.

CANTATA.

Schweigt stille, plaudert nicht,
Und höret, was ietzund geschicht:

Empfohlene Zitierweise:
Christian Friedrich Henrici: Picanders Ernst-Schertzhaffte und Satyrische Gedichte. Teil 3. Johann Theodor Boetius, Leipzig 1732, Seite 564. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Picander_Ernst-Schertzhaffte_und_Satyrische_Gedichte_3.pdf/587&oldid=- (Version vom 1.8.2018)