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Tags, als der Wein drinnen und, als natürliche Folge, der Witz etwas heraus war, zu seinem Freunde, indem er ihn auf den Rücken schlug, sprach: „Will dir sagen, wie die Sache steht, altes Karlchen: bist in alleweg der herzlichste, lustigste alte Bursche, der mir im Leben je vorgekommen; und da du den Wein so meisterlich zu bewältigen verstehst, so soll mich der Kuckuck holen, wenn ich dir nicht eine ganz große Kiste Château Margaux verehre. Will des Teufels sein (Herr Shuttleworthy hatte die üble Angewohnheit zu fluchen, wenn er auch nur selten über „will des Teufels sein,“ oder „Gott soll mich strafen“ hinausging) – will des Teufels sein, sagte er, wenn ich nicht schon heute Nachmittag in der Stadt eine doppelte Kiste vom Besten, der zu haben ist, bestelle; und die verehre ich dir, ja das will ich. Keine Einwendung, – will meinen Willen haben, sag’ dir alter Bursche, sollst die doppelte Kiste Château Margaux bekommen. Also aufgepaßt! Eines schönen Tags wird sie dich durch ihre Ankunft erfreuen, und vielleicht gerade in einem Augenblick, wo du sie am Wenigsten erwartest!“ Dieses Anflugs von Freigebigkeit thue ich hier nur darum Erwähnung, weil ich dem Leser zeigen möchte, wie intim die Freundschaft zwischen den Beiden war!

Empfohlene Zitierweise:
Edgar Allan Poe: Du bist der Mann!. J. Scheible, Stuttgart 1861, Seite 136. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Poe-Du_bist_der_Mann!.djvu/5&oldid=- (Version vom 1.8.2018)