Seite:Predigt am fünf und zwanzig jährigen Regierungs-Feste Sr. Majestät des Königs von Baiern Maximilian Joseph.pdf/11

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hat Gott ihm mit Ehren bestehen lassen. Die Gnade Gottes hat ihn in den drohendsten Gefahren beschirmt, unter schweren Verhängnissen aufrecht erhalten, die Bürde der Regentensorgen mit Würde tragen, und einen schweren Kampf mit seinem Vaterherzen und den unabwendbaren Zeitumständen mit Standhaftigkeit bestehen lassen. Ein Beyspiel hat er seinem Volke in frommem Gottvertrauen, in frommer Gottergebenheit, in ausharrender Treue gegeben; und während jener Gewaltige ihn, wie fast alle Regenten unsres Welttheils zu einem Werkzeuge der Ungerechtigkeit und Unmenschlichkeit zu mißbrauchen suchte, hat er doch immer, so weit es nur möglich war, seinen Verordnungen und Handlungen den Stempel der Gerechtigkeit und Menschlichkeit aufgedrückt. Was nimmer sich enden zu wollen schien, davon hat Gott ihm ein glorreiches Ende erleben lassen. Auf mannichfache Weise hat der Ewige an unsrem Regenten, seinem Knecht, sich verherrlichet, indem er ihm Prüfungen in großer Anzahl mit Ehren hat bestehen und Seegen bey seinen Unternehmungen in reichem Maaße angedeihen lassen.

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 Jedes Regierungsjahr unsres Königes hat seine eigenen weisen und wohlthätigen Gesetze und Anstalten aufzuweisen; und durch jedes dieser Gesetze und jede dieser Anstalten ist mannichfaches Gute erzwecket worden. Kämpfend mit vielfachen großen Schwierigkeiten, größtentheils von traurigen Zeitumständen herbeigeführt, hat der König so Manches unternommen, was für die Gegenwart schon