Seite:Predigt am fünf und zwanzig jährigen Regierungs-Feste Sr. Majestät des Königs von Baiern Maximilian Joseph.pdf/16

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seinen Knecht, des Guten viel gethan; desto mehr werden wir uns verpflichtet fühlen, das heutige Fest vorzüglich mit Danksagung und mit Gebet zu begehen. Viel Gutes hat uns Gott durch unsern König im bürgerlichen Wesen gethan, und, o wohl uns, daß wir hinzusetzen können, auch im kirchlichen Wesen! Fassen wir zuerst das ganze Vaterland ins Auge, freudig wird unser Blick in dieser Hinsicht auf ihm ruhen. Der König, die Religion als das höchste Kleinod seines Volkes ehrend, und ihr selbst mit warmer Liebe zugethan, wie war er immer darauf bedacht, diese in seinem Lande als eine wahre Wohlthäterin seiner Unterthanen zu erhalten! Welche wohlthätige und dem Geiste des Christenthums gemäße Anordnungen hat er daher in der Kirche getroffen, welcher er selbst zugethan ist! Wie ist da seit seiner Regierung in so mancher Hinsicht die Nacht dem Tage, die Finsterniß dem Lichte gewichen; jetzt durch Abschaffung der, dem häuslichen Wohlstande, der Sittlichkeit, der wahren Religiosität so nachtheiligen, Wallfahrten; dann durch Abstellung verschiedener abergläubischer Andächteleyen, die nur den sinnlichen Menschen beschäftigten, den geistigen aber leer ausgehen ließen; und dann durch Einziehung von beynahe zwey Hundert Klöstern, selten der Sitz der wahren Gottesfurcht und der Anbetung Gottes im Geist und in der Wahrheit, wohl aber oft die Werkstätte des schädlichsten Aberglaubens und verwerflicher Sitten. Eines edlerer Gewandes erfreut sich die katholische Kirche nun, ein dem Christenthume entsprechenderer Geist herrscht nun in ihr. Und so sehr auch hie und da einzelne Freunde der Finsterniß,