Seite:Predigt am fünf und zwanzig jährigen Regierungs-Feste Sr. Majestät des Königs von Baiern Maximilian Joseph.pdf/19

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 Mit freudigem Herzen lasset uns nun auch noch erwägen, wie viel Gutes Gott durch unsern König an uns auch

in Hinsicht des Schulwesens gethat hat.

 Wir würden eine der größten, der ruhmvollsten Handlungen, die Gott von unserm Könige hat vollbringen lassen, übergehen; wir würden eine der größten Seegnungen, die Gott durch unsern König uns geschenkt hat, unberührt lassen, wenn wir das nicht erwähnen würden. Zu welch einem Leben ist die große National-Angelegenheit, die Erziehung und Bildung der Jugend zu einem Leben in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit, erwacht! Keines der vorigen Jahrhunderte hält, was besonders das Volks-Schulwesen anbelangt, eine Vergleichung mit unsrer Zeit aus. Frühe schon hat sich die Überzeugung, die allmählig die Oberhand gewann, daß in den Schulen schon der Grund zur Wohlfahrt eines Volkes gelegt werden müße, und daß ohne guten Schul- und Jugend-Unterricht ein Volk nie ein wahrhaft frommes und würdiges Volk werden könne, in den Gesetzen und Anordnungen unsres Königes ausgesprochen und es dahin gebracht, daß unser Vaterland nun in Hinsicht des Schulwesens einen der ersten Plätze in allen europäischen Staaten einnimmt. Wie viele weise Gesetze sind deshalb erschienen, wie viele wohlthätige Anstalten zur Bildung der Lehrer und der Jugend getroffen worden. War vor einigen Jahrzehenden noch es nicht zu läugnen, daß unter den Lehrern der Volksjugend die allerwenigsten