Seite:Predigt am fünf und zwanzig jährigen Regierungs-Feste Sr. Majestät des Königs von Baiern Maximilian Joseph.pdf/21

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Mensch ein, sehr Achtung gebühre dem Lehrstands, und wem man des Vaterlandes Jugend mit getroster Zuversicht wolle anvertrauen können, der müsse mit großer Aufmerksamkeit auch zu seinem Berufe vorbereitet worden seyn. Mußten früher die allermeisten von euch Lehrern der Jugend durchs ganze Leben mit Noth und Mangel kämpfen, und dem Lehrerberufe, der einen heitern Geist und ein sorgenfreyes Leben fordert, unter steten Sorgen der Nahrung und bey dem zeitraubendsten und ungeziemendsten Nebengeschäften obliegen, o so ist die Zahl derer unter euch nun nicht mehr geringe, die ruhiger, heiterer, ungetheilter ihre Zeit und ihre Kräfte dem schönen Berufe der Jugendbildung widmen, und mit der Überzeugung im Herzen auftreten können, man erkenne nun ihre Unentbehrlichkeit und ihren Einfluß auf das Wohl des Vaterlandes immer mehr an. Ja, ihr Lehrer der Jugend, ihr vorzüglich feyert heute ein Fest des Gebets und der Danksagung zu Gott, der es unter der Regierung und durch die Mitwirkung unsres guten Königes dahin hat kommen lassen in unserm Vaterlande; ihr fasset gewiß heute vielfache fromme, euer Herz ehrende und der euch anvertrauten Jugend und dem Vaterlande zum Seegen gereichende Vorsätze.

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 Und so solltest denn auch du geliebte Jugend, so solltet denn auch ihr Lieblinge unsres Herzens, ihr unsre Freude und unsre Hoffnung, heute ein schönes Fest mit uns feyern; so solltet denn auch ihr heute die stärkste Aufforderung finden, nachzukommen der Ermahnung des Apostels: thut Bitte,