Seite:Predigt am fünf und zwanzig jährigen Regierungs-Feste Sr. Majestät des Königs von Baiern Maximilian Joseph.pdf/4

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unter einem guten Könige zu leben, zu schätzen wissen. Möchte auch dieses seltene Vaterlandsfest mit seegensreichem Erfolge gefeyert werden; möchte es zur Vermehrung unsrer Liebe zum Könige und zum Vaterlande, zur Vermehrung solcher Tugenden beitragen, welche das Wohl des Vaterlandes erhöhen und vermehren, und den Seegen der Nachwelt begründen; möchte es endlich ein Zeugniß von uns ablegen, daß ein christlicher Sinn uns alle belebe und regiere!

 Wie aber muß ein solches Fest, wie das 25jährige Regierungsfest unsers Königs ist, gefeyert werden, wenn seine Feyer für uns diese heilsamen Folgen haben und wohlgefällig vor Gott, dem Herrn aller Herren, dem Könige aller Könige, seyn soll? Ich glaube, m. G., wir werden dieses Fest auf eine solche Weise feyern, wenn wir es nach der Anweisung feyern, welche uns der Apostel Paulus in den Textesworten giebt, welche uns zur Grundlage für unsre jetzt anzustellende Betrachtung vorgeschrieben sind, und wenn wir, von ihnen geleitet, mit wahrheitsliebendem Sinne untersuchen, wie viel Ursache wir haben, das fünf und zwanzig jährige Regierungsfest unsers Königes vorzüglich mit Danksagung und mit Gebet zu begehen. Dazu gebe Gott seinen Seegen! Lasset ihn uns darum anflehen in dem Gebete, das uns Jesus Christus zu beten gelehret hat! Vater Unser.


Text: 1. Timoth. 2, 1–3.

 Dieß Wort der Schrift fordert uns auf, für alle Menschen fromme Gebete zu Gott empor zu schicken, für sie