Seite:Predigt am fünf und zwanzig jährigen Regierungs-Feste Sr. Majestät des Königs von Baiern Maximilian Joseph.pdf/6

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I.

 Das viele Gute, das Gott in einem Zeitraume von fünf und zwanzig Jahren an unsrem Könige gethan hat, muß uns auffordern, das heutige Fest vorzüglich mit Danksagung und mit Gebet zu begehen. Denn viel ist dessen, was Gott nach seiner unendlichen Güte an unserm Könige gethan hat; er hat ihm auf dieser seiner Laufbahn Freuden mannichfacher und seltener Art finden, Prüfungen in großer Anzahl mit Ehren bestehen, und Seegen in reichem Maaße angedeihen lassen.

 Gott hat unserm Könige auf dieser seiner Laufbahn Freuden mannichfacher und seltener Art finden lassen. Wer von uns denkt heute nicht mit Freuden daran, daß er ihm seine Herrscherbahn im Genusse der besten, ungestörtesten Gesundheit hat wandeln lassen; daß nie, so lange wir das Glück haben, ihn unsern Regenten nennen zu können, eine traurige Kunde von einer ihn befallenen harten Krankheit zu unsern Ohren gekommen ist, die unser Herz seines Lebens wegen besorgt gemacht und uns aufgefordert hätte, unsre Hände zum frommen Gebete für seine Wiedergenesung zu falten! Nein, so oft wir noch zu christlich frommer Andacht versammelt waren, konnten wir dem Ewigen immer dafür danken, daß er ihm der Erde hohes Gut – die Gesundheit – erhalten hat. Auf einer hohen Stufe des Alters stehend erfreut er sich heute, gewiß dankbar vor Gott! der Fülle der Kraft und der Stärke. – Und wie viele andere Freuden, Freuden seltener Art hat der Herr ihm in seinem häuslichen Kreise zu Theil werden lassen! Durch tugendhafte,