Seite:Predigt am fünf und zwanzig jährigen Regierungs-Feste Sr. Majestät des Königs von Baiern Maximilian Joseph.pdf/7

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liebenswürdige Töchter, die Gott ihm durch treue Gefährtinnen seines Lebens geschenkt, hat er zwischen ihm und den ersten Regenten-Familien Deutschlands die schönsten und beglückendsten Bande geknüpft, so daß heute in Österreichs Landen, wo eine geliebte Tochter dem erhabenen Monarchen als Gattin zur Seite steht, und in Preußens Gebiete, wo eine zweite geliebte Tochter mit lang gehegter Liebe vom Erben des Thrones empfangen, und mit hoher Begeisterung und den ehrenvollsten Erwartungen vom Volke aufgenommen worden ist, und in Sachsens Staate, wo ebenfalls eine dritte geliebte Tochter in der königlichen Familie sich beglücket sieht, ihm, dem guten Vater, gerührte Herzen schlagen und dem Ewigen für die ihm bisher geschenkte Gnade danksagen. Welche Freudengefühle mögen daher heute das Herz unsers guten Königs durchströmen! Um so mehr, da diese Freuden eine treue Gemahlin mit ihm theilt, die ihm gleichfalls im erwünschtesten Wohlseyn zur Seite steht, und ihm seine Regentensorge durch hohe Achtung und Liebe zu erleichtern bemüht ist; da er als Gatte, Vater, Bruder und Freund ein ruhiges und stilles Leben im Kreise der Seinigen führen kann. – Nicht minder zahlreich und groß sind die Freuden, die ihm Gott auch als Regenten geschenkt hat. Durch die Königskrone hat er sein Land wieder in den Rang eintreten sehen, den es schon einst in den ältern Zeiten behauptet hatte. Durch weise Gesetze, durch wohlthätige Anstalten sieht er sein Land zu einem Staate erhoben, der sich rühmlichst auszeichnet und von dem im Auslande nie anders als mit hoher Achtung gesprochen wird.