Seite:Ringelnatz Die gebatikte Schusterpastete.pdf/7

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

 Flie und Ele

Fliegend entfernten sich die Fliegen.
Doch liessen sie auf Ei und Kaviar
Zwei, drei, vier Fliegenexkremente liegen.
Die ass der Mensch und ward es nicht gewahr.

5
Ein Elefant bemerkte diesen Fall

Und rollte einen schweren, goldnen Ball
Nicht ohne leises Lächeln durch den Stall.

 *
Es stand sehr schlimm um des Bandwurms Befinden.
Ihn juckte immer etwas hinten.
Dann konstatierte der Doktor Schmidt,
Nachdem er den Leib ihm aufgeschnitten,

5
Dass dieser Wurm an Würmern litt,

Die wiederum an Würmern litten –
 (Fortsetzung folgt.)

 *
Es war eine lustige Wendeltreppe.
Dann kam eine ernste würdige Schleppe
Und hat gerauscht und hat sich gebläht
Und sprach: „Ich bin eine Majestät.“

5
Da lachte die Wendeltreppe munter

Und warf die Schleppe acht Stufen hinunter.

 *
Es redete die Exegese.
Ihr Hörer war ein Zopfchinese.
Der nickte nur von Zeit zu Zeit;
Die Exegese war erfreut.

5
Auf einmal fragte der Chinese;

Da ward die Exegese bese.


Empfohlene Zitierweise:
Joachim Ringelnatz: Die gebatikte Schusterpastete. Meyer, Berlin-Wilmersdorf 1921, Seite 7. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Ringelnatz_Die_gebatikte_Schusterpastete.pdf/7&oldid=- (Version vom 1.8.2018)