Seite:Schiller Musenalmanach 1798 028.jpg

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     Und wenns die Götter nicht gewähren,
So acht’ auf eines Freundes Lehren,
Und rufe selbst das Unglück her,

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Und was von allen deinen Schätzen

Dein Herz am höchsten mag ergetzen,
Das nimm und wirfs in dieses Meer.

     Und jener spricht, von Furcht beweget:
„Von allem, was die Insel heget,

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Ist dieser Ring mein höchstes Gut.

Ihn will ich den Erinnen weihen,
Ob sie mein Glück mir dann verzeihen“
Und wirft das Kleinod in die Flut.

     Und bey des nächsten Morgens Lichte

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Da tritt mit fröhlichem Gesichte

Ein Fischer vor den Fürsten hin:
Herr, diesen Fisch hab ich gefangen,
Wie keiner noch ins Netz gegangen,
Dir zum Geschenke bring ich ihn.

Empfohlene Zitierweise:
Friedrich Schiller (Hrsg.): Musen-Almanach für das Jahr 1798. Tübingen: J. G. Cottaischen Buchhandlung, 1797, Seite 28. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Schiller_Musenalmanach_1798_028.jpg&oldid=3388784 (Version vom 1.8.2018)