Seite:Sponsel Grünes Gewölbe Band 2.pdf/176

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Oben: Löffel aus rot gebeiztem Horn in vergoldetem Silber gefaßt, auf der Halbfigur eines Hirsches aufliegend. Der Stil ist ausgehöhlt als Hifthorn, dessen Fassung mit einer Schiene hat eine gravierte deutsche Inschrift, die sich auf Jagd und Essen bezieht. 16. Jahrhundert. (H. 16,5, L. 35 – IV. 349.)


Unten: Schubkarrengruppe aus vergoldetem Silber getrieben. Der Teufel in einem Faß fährt auf einem Schubkarren einen dicken Schlemmer. Der Teufel ist durch angehängte Fleischstücke und Geräte als Koch charakterisiert, er ist von einem Hund begleitet. Der sitzende Schlemmer hat eine Hahnreimütze geschmückt mit Pilgermuscheln auf dem Haupte, in der Hand eine Flasche und vor sich eine Laterne und Pilgerflasche. Auf dem Schurz des Teufels sowie auf drei Wänden des Schubkarrens Inschriften. Unter dem Fasse und an dem Schubkarren bei dem Radzapfen die Beschaumarke von Nürnberg und die Meistermarke von Christoph Lindenberger, Meister 1546, gest. nach 1573, R 3101. – Im Besitze des Barons von Goldschmidt-Rothschild in Frankfurt a. M. eine ganz ähnliche Gruppe. Von dem Hamburger Goldschmied Jakob Mores d. ä. eine ähnliche Zeichnung. (H. 19 – IV. 337.)