Seite:Sponsel Grünes Gewölbe Band 2.pdf/276

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St. Georg auf springendem Pferd im Kampf gegen den Drachen, davor die knieende Königstochter mit ausgebreiteten Armen, auf länglichem achteckigen Sockel in vergoldetem Silber getrieben. Der Pferdebehang, mit durchbrochenen Rosetten verziert, ist aus weißem Silber. Ebenso sind die Gesichter und der Drache unvergoldet, wie auch die auf dem Boden aufsitzenden kleinen Tiere. Auf den Seitenwänden des Sockels sind durchbrochene Ornamente mit silbernen Mittelstücken aufgesetzt. Der Sockel ruht auf drei Rädern eines im Innern angebrachten Laufwerkes. Der Hals des Pferdes ist abnehmbar. Am Rand des Pferdehalses und auf dem Rand des Sockels je die Beschaumarke von Augsburg und die Meistermarke JF, R 347, nach Werner wohl Joachim Fries, gest. 1620. Nach ô Byrn, Die Hofsilberkammer zu Dresden, S. 49, kam ein solches Werk 1612 zur Kunstkammer. (H. mit Schwert 40 – IV. 154.)