Seite:Sponsel Grünes Gewölbe Band 3.pdf/196

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1. Obere Reihe, Mitte: Weiß emaillierter Krucifixus als Anhänger, die Kreuzarme von emaillierten C-Ranken umgeben und an den Enden mit Dicksteinen besetzt und mit Hängeperlen geziert. Deutsch. Um 1600.


2. Obere Reihe, links: „Orden der Goldenen Gesellschaft in Sachsen“ von Kf. Christian I. 1589 gegründet. Rotes Herz von Pfeil und Schwert durchbohrt im Rahmen mit Umschrift: „Virtutis Amore 1589.“ Äußerer Rahmen mit Umschrift: „Qui perseveraverit usque ad finem, salvus erit.“ Oben darauf auf dem Rahmen zwei weiß emaillierte Hände, die ein Herz halten. Darüber das Mittelglied der Ren.-Ranken hat die schwarzemaillierten Buchstaben: FSV (fide sed vide). – Auf dem durchbohrten Herz an der Vs. stehender Jüngling mit Kreuz und Gesetzestafeln, zur Seite ein Kelch, in weißem Email als Fides bezeichnet. An der Rs. Frau mit Anker und Schleier (?) als Constantia bezeichnet. Matthaeus Carl.


3. Obere Reihe, rechts: „Orden der brüderlichen Liebe und Einigkeit in Sachsen“ von Kf. Christian II. und seinen Brüdern, Hzg. Joh. Georg und August, 1600 gestiftet. Runder Rahmen, auf dem sechs Wappenschilde aufsitzen mit der Umschrift „Ecce quam bonum et quam jucundum habitare fratres in unum“. Im Rahmen sitzen auf Rasen Friede und Gerechtigkeit, sich umarmend und küssend, emailliert. Oben durchbrochen. Vgl. T. 4, 2.


4. Mitte: Jagdgesellschaftsstück, Kurfürst Christians II. Das Schloß der zugehörigen Kette hat ein C unter dem Kurhut. Die Glieder der Kette Jagdsymbole. Zwei durchbrochene Reliefs in ovalen Rahmen. Der kleinere oben bildet das Mittelglied der Kette, er enthält einen Jäger mit Hund vor einem Baum. Das größere ovale Stück hängt mit drei Kettchen an einem Hifthorn, das von dem kleineren herabhängt, und ist mit einem Hirsch, der einen Hund verfolgt und zwei Bäumen erfüllt. Alles Relief emailliert.


5. Untere Reihe, links: Bildnismedaille mit Umschrift „Fridericus D. G. Dux Sles et Holsat“. Rs. „Virtutis gloria merces 1626“. Herzog Friedrich III. von Holstein Gottorp, 1597–1659, war verheiratet mit Maria Elisabet von Sachsen 1630, T. v. Kf. Joh. Georg I. (1610–84). Das Stück vielleicht in Dresden hergestellt. Goldschmied Ludwig de Münter in Dresden lieferte Ringe zur Hochzeit.


6. Untere Reihe, rechts: Orden der sächsischen Treue zum Kaiservon Kf. Christian II. 1611 gestiftet, nach der Belehnung mit Jülich, Cleve und Berg. (Bruck, S. 86). Ovaler Rahmen an drei Ketten mit Umschrift Sub umbra alarum tuarum 1611. Rs. „Prius mori quam fidem fallere.“ Im Rahmen durchbrochen der kaiserl. Doppeladler mit sächsischem Herzschild, Email auf Gold.


7., 8., 9. Um die Mitte: Drei Besatzstücke für Kleidung in verschiedener Rosettenform aus emaillierten mit Perlen oder Farbsteinen besetzten Goldranken. Deutsch. Um 1600.