| unbekannt: Wochenblatt der Stadt Sulzbach im Regierungs-Bezirke von Oberpfalz und Regensburg des Königreichs Bayern 07.01.1852 | |
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Die Entzündung der Schornsteine, wenn bei vernachlässigter Reinigung derselben sich sehr viel Ruß darin angesetzt hat, ist überhaupt (und auch bei uns) kein seltener Fall. Zuweilen wird der Schornstein dadurch bis in den Zustand des Glühens versetzt, auch wohl gesprengt, oder die Tragbalken außerhalb desselben entzündet und eine nicht selten stark um sich greifende Feuersbrunst unvermeidlich. – Man hat zwei höchst praktische, aber bis jetzt noch immer nicht gehörig genug gewürdigte Mittel, einer solchen Gefahr vorzubeugen. Das erstere möchte nur bei Schornsteinen mit massiven dicken Wänden oder bei Metallröhren anzuwenden seyn, und dieß besteht darin, jeden Schornstein mit einer beweglichen Klappe versehen zu lassen, die, vermittelst einer darin befestigten eisernen Stange, leicht geschlossen und geöffnet werden könne. Es ist hinreichend, solche zu verschließen, wenn der Schornstein brennt, um das Feuer Schnell zu löschen; denn, weil hierdurch der Zutritt der Luft von unten nach oben unzulässig gemacht wird, und ohne atmosphärische Luft kein gewöhnliches Feuer unterhalten werden kann, so die die Erstickung der Flamme eine natürliche Folge davon. — Das zweite, unserer Ansicht nach noch praktischere und bei einem jeden Schornstein in Anwendung zu bringende Mittel besteht in einer schicklichen Anwendung von gepulvertem Schwefel. Jeder Hausbesitzer sollte stets 1 bis 2 Pfund gröblich gepulverten Schwefel, den man 1 bis 14 Loth gewöhnlichen Schießpulvers zugesetzt, in einer verkorkten Flasche vorräthig halten. Sobald ein Schornstein brennt, hat man dann nur nöthig, den mit Schießpulver (um eine schnelle und gleichmäßige Entzündung zu bewirken) gemengten Schwefel unmittelbar unter dem Schornsteine, etwa auf den Heerd oder in den Kamin auszustreuen und dann anzuzünden. Nach erfolgter Entzündung entfernt man sich, um nicht von erstickenden Schwefeldämpfen belästigt zu werden. Sobald der Dampf des brennenden Schwefels (das schwefligsaure Gas) emporsteigt, wird man in wenigen Minuten die Flamme des brennenden Schornsteins verlöschen sehen, indem das schwefligsaure Gas zu denjenigen Luftarten gehört, die weder das Athmen, noch den Verbrennungs-Prozeß unterhalten können.
Die Erste klingt so wie die Zweite,
und Beide würzen sie zugleich,
Schon fiel – wohl auch im Menschenstreite –
So mancher Kopf von ihrem Streich.
Der Dritte, viel gehört als Name,
Nennt eine Zunft von starkem schlag,
Ihr Meister war einmal der Lahme,
Den mancher Berg nun nennen mag.
Das Ganze schafft mit derben Schlägen
Was droht in eines Gottes Hand;
Oft tobt es lärmend Dir entgegen,
Zumal im guten Steyerland!
| Getreidegattung | Voriger Rest | Neue Zufuhr | Ganzer Schrannen-Stand | Heutiger Verkauf | Bleibt im Rest | Verkaufs-Preise | Verkaufs-Preise | Verkaufs-Preise | Gegen den vorigen Mittelpreis | Gegen den vorigen Mittelpreis |
| höchster | mittlerer | mindester | gefallen um | gestiegen um | ||||||
| Sch. M. | Sch. M. | Sch. M. | Sch. M. | Sch. M. | fl. kr. | fl. kr. | fl. kr. | fl. kr. | fl. kr. | |
| Weizen | 4 — | 200 — | 204 — | — — | 22 12 | 20 14 | 18 3 | — — | — 41 | |
| Korn | — — | 233 3 | 233 3 | 233 | — — | 19 28 | 18 45 | 17 59 | — — | — 20 |
| Gerste | 13 — | 217 3 | 230 3 | 230 3 | — — | 15 56 | 13 50 | 10 — | 1 16 | — — |
| Haber | — — | 121 3 | 121 3 | 121 3 | — — | 5 42 | 5 13 | 4 — | — 19 | — — |
unbekannt: Wochenblatt der Stadt Sulzbach im Regierungs-Bezirke von Oberpfalz und Regensburg des Königreichs Bayern 07.01.1852. J. E. Seidel, Sulzbach-Rosenberg 1852, Seite 5. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Sulzbacher_Wochenblatt_07.01.1852.pdf/5&oldid=- (Version vom 26.9.2025)