Seite:Swift-Tuchhändlerbriefe-Satyrische und ernsthafte Schriften 1-1756.pdf/2

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I.
An die
Handelsleute, Krämer, Pächter, und Landesleute des Königreichs Irrland insgemein.


Liebe Brüder, Freunde, Landesleute und Mitunterthanen!

Was ich euch izt zusagen habe, ist nächst eurer Pflicht gegen GOtt, und der Sorge für euer ewiges Heil sowol für euch selbst, als für eure Kinder, die allerwichtigste Sache. Eure Nahrung, eure Kleidung, und alles was immer zu der gemeinen Nothdurft des Lebens gehört, hängt gänzlich davon ab. Daher ich euch, als Menschen, als Christen, als Eltern, und als Liebhaber euers Vaterlandes auf das ernstlichste will ermahnet haben, diese Schrift mit der äussersten Aufmerksamkeit zulesen, oder sie euch von andern vorlesen zulassen, und damit solches mit desto wenigern Kosten von euch geschehen möge, habe ich dem Buchdruker befohlen, dieselbe so wolfeil zuverkaufen, als nur immer möglich seyn würde.

Es ist eine grosse Schwachheit an euch, daß wenn jemand etwas schreibt, und dabei keine andere Absicht hat,

Empfohlene Zitierweise:
Jonathan Swift, übersetzt von Johann Heinrich Waser: Briefe des Tuchhändlers. [s.n.], Hamburg und Leipzig 1756, Seite 296. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Swift-Tuchh%C3%A4ndlerbriefe-Satyrische_und_ernsthafte_Schriften_1-1756.pdf/2&oldid=3394061 (Version vom 1.8.2018)