Seite:Swift-Tuchhändlerbriefe-Satyrische und ernsthafte Schriften 1-1756.pdf/7

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möchten gehemmet werden, verabscheuet sie das ganze Königreich.

Inzwischen arbeitet Wood unter der Hande beständig, uns seine Halbpfenninge aufzudringen. Und wenn er durch Hülfe seiner Freunde in England es dahin bringen kann, daß er einen Befehl auswürkt, daß die Commissarien und Einzeüher der königlichen Gefälle sie annehmen, und die Armee damit bezahlt werden soll, so denkt er alsdenn ein gewonnen Spiel zuhaben; und das ists eben, was euch in solchem Falle drüken wird; denn der gemeine Soldat, wenn er zu Markte geht oder ins Bierhaus kömmt, wird mit dieser Münze bezahlen wollen, und wenn man sie nicht nehmen will, so wird er lermen, und trozen, und drohen, den Fleischhauer oder das Bierweib waker abzuschmieren, oder er wird dasjenige, was er gerne haben will, mit Gewalt nehmen, und ihnen die liederliche Halbpfenninge vorwerfen. Bei solchen und andern dergleichen Fällen bleibt dem Krämer und Garkoche, und einem jeden andern Handwerksmann nichts übrig, als daß er für sein Gut zehnfachen Preis fodere, wenn er mit Woods Münze bezahlt werden soll; zum Exempel, zwanzig Pfenninge von solchem Schlage für ein Quärtgen Bier, und so bei allen andern Waaren, und er muß sein Gut nicht von Handen geben, bis er das Gelt dafür empfangen hat.

Denn sezt einmal, ihr kommt mit dieser elenden Münze in ein Bierhaus, und der Landwirth, der eigene Ländereien besizt, giebt euch ein Quärtgen Bier für vier solche Halbpfenninge; Was soll der Garkoch thun? Sein Brauer wird sich mit dergleichen Münze nicht

Empfohlene Zitierweise:
Jonathan Swift, übersetzt von Johann Heinrich Waser: Briefe des Tuchhändlers. [s.n.], Hamburg und Leipzig 1756, Seite 301. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Swift-Tuchh%C3%A4ndlerbriefe-Satyrische_und_ernsthafte_Schriften_1-1756.pdf/7&oldid=3394116 (Version vom 1.8.2018)