Seite:Swift-Tuchhändlerbriefe-Satyrische und ernsthafte Schriften 1-1756.pdf/8

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bezahlen lassen, und wenn auch der Brauer ein solcher Narr seyn solte, so werden doch die Pächter sie nicht von ihnen an Bezahlung für ihre Gerste nehmen, weil sie durch die Traktaten verbunden sind, ihre Zinse an Gold, und währhafter Englischer Münze abzuführen, dergleichen diese nicht ist, so wie sie auch nicht gute Irrländische Münze ist; Und der Edelmann ihr Lehenherr wird gewiß niemal so bezaubert seyn, sich die Renten seiner Ländereien mit solchem Quarke bezahlen zulassen. Also daß diese Münze nothwendig sich da oder dort steken muß. Es ist aber einerlei, wo sie sich steke, und alsdenn sind wir alle verloren.

Insgemein ist das Gewicht dieser Halbpfenninge zwischen vier und fünf Theilen von einer Unze. Sezt sie wägen fünf Theile, so werden drei Schillinge und vier Pfenninge ein Pfund wägen, und folglich werden zwanzig Schillinge, sechs Pfunde Buttergewicht ausmachen. Nun sind viele hundert Pächter, die jährlich zweihundert Pfunde Zins zubezahlen haben: Wenn also ein solcher Pächter mit seinem halbjährigen Zins von hundert Pfunde kömmt, so wird dieses eine Last zum wenigsten von sechs Centner seyn, welches die Ladung für drei Pferde ist.

Wenn ein Land-Edelmann in die Stadt kommen will, Kleider, Wein, und Specereien für sich und seine Familie einzukaufen, oder auch etwan über Winter hier zubleiben, so muß er fünf bis sechs Pferde mitbringen, die mit Säken beladen sind, so wie die Pächter ihr Korn bringen. Und wenn sein Weib in der Kutsche für unsere Buden gefahren kömmt, so muß ihr ein mit Woods Pfenningen beladener Wagen nachfolgen, denn

Empfohlene Zitierweise:
Jonathan Swift, übersetzt von Johann Heinrich Waser: Briefe des Tuchhändlers. [s.n.], Hamburg und Leipzig 1756, Seite 302. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Swift-Tuchh%C3%A4ndlerbriefe-Satyrische_und_ernsthafte_Schriften_1-1756.pdf/8&oldid=3394127 (Version vom 1.8.2018)