Seite:TRIEST 7 1 0119-0132.pdf/8

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

Reihe bringe, während er selbst „Limulus als Arachnid“ beweisen will. Ich beurtheilte das Verwandtschaftsverhältniss der Xiphosuren und Arachniden als ein ungleich entfernteres und habe damit, dass ich Gigantostraken und Arachnoideen in eine der drei Arthropodenreihen stellte, noch nicht die Arachnidennatur von Limulus behauptet, sowenig ich für die Insectennatur etwa von Peripatus eintreten würde, den ich als Repräsentanten der Onychophoren mit den Myriapoden und Insecten in die andere Reihe ordnete. Zudem hätte sich Ray Lankester durch Einsichtnahme der Literatur darüber informiren müssen, dass diese meine allgemeine Auffassung nicht etwa vom Jahre der Publikation seines Limulus-Artikels datirt, sondern schon in den Untersuchungen über das Crustaceensystem (1876), sowie in den von ihm zwar citirten[1], aber nicht gekannten Grundzügen der Zoologie (1880) enthalten ist.

III. Auch den folgenden Satz meiner Mittheilung: „Man hat bisher offenbar auf diese letztere Uebereinstimmung im Anschluss an die wenig glückliche Eintheilung der Arthropoden in Branchiaten und Tracheaten einen zu grossen, ganz unberechtigten Werth gelegt, ohne zu berücksichtigen, dass die Athmung durch Lufträume bei den aus dem Wasserleben hervorgegangenen Landbewohnern auf verschiedenem Wege und zu verschiedenen Zeiten entwickelt sein kann und dass somit dem Besitze von Tracheen kein primär entscheidender Werth beizumessen ist“, erklärt R. L. aus seinem Limulus-Artikel entlehnt, in welchem er bereits ausgesprochen habe: „Whatever may be the conclusion arrived at in the future in reference to the affinities of the Hexapoda and Myriapoda, the result of the recognition of the intimate relationship of Scorpio and Limulus must be, I think, to break up the artificial group of Arthropoda Tracheata by the separation of the Scorpions, Spiders and Mites from any special connection with it.“ Und an einer anderen Stelle: „It seems to be in the highest degree probable that there is no such a group to be recognited as the Tracheata. Tracheae have probably developed independently in Peripatus, the Insecta, and again in Arachnida.“ Natürlich habe ich ein Verhältniss, welches R. L. im Jahre 1881 besprochen hatte, bei der Abfassung meiner 1880 veröffentlichten Grundzüge einfach wiederholt und den Inhalt des Limulus-Artikels vom Jahre 1881, sowie der


  1. Hier macht pag. 631 R. L. die unwahre Angabe, „of the relationships of the Gigantostraca to Arachnida, Claus says nothing“. Die Stellung der Gigantostraca am Schlusse der Branchiaten besagt selbstverständlich nichts Anderes, als dass ich jene Typen mit den Eucrustaceen in gemeinsamem Stamme an der Wurzel vereint betrachtete.